Da bin ich wieder – who cares?!

Ich habe es schon in meinem letzten Beitrag bezüglich der „10 WTF Moments back in Germany“ angedeutet und nun wollte ich dann endlich ausführen, was ich damit meine, dass es niemanden interessiert.

Bevor ihr mir gleich wieder alle gut zureden wollt, total lieb aber nicht notwendig; ich dramatisiere gerne mein Anliegen, aber es ist keine wirkliche Belastung, mehr eine Feststellung. Zudem auch niemanden gegenüber als Vorwurf gemeint, also cool down.

Drei Wochen ist es her, dass ich dieser Seite der Erdhalbkugel entgegengeflogen bin und eine der Wochen habe ich sogar in England verbracht – läuft – und jeder fragt mich, wie es ist wieder daheim zu sein. Macht ja Sinn, immerhin war ich ein ganzes Jahr weg, sowas fällt auf.

Aber sobald ich dann berichtet habe, dass ich wieder zurück will, es aber trotzdem erschreckend normal ist wieder hier zu sein, scheint für die Meisten das Thema damit abgehakt zu sein. Ist ja auch völlig ok und ich habe auch schon von anderen Zurückgekehrten gehört, dass es genau so sein wird, aber in meiner Vorstellung lief das alles doch etwas anders ab.

Mein Gehirn hat sich ein Bild von mir gemacht, das völlig absurd und kindisch ist, aber so ist mein Hirnchen halt. Absurd und kindisch. Ich dachte ich werde als verlorengeglaubte Heldin gefeiert, die es auf ganz dramatische Art und Weise geschafft hat Down Under zu überleben. Ich glaubte Leute wollten jedes noch so kleine Detail meiner Reise erfahren und würden mit offenen Mündern meine Abenteur bestaunen. Irgendwie habe ich mir vorgemacht, dass doch jedem hätte auffallen müssen, dass ich weg war und mich jeder überschwänglich wieder willkommen heißen würde. Also JEDER.

Logischerweise ist dem nicht so. Vielleicht auch zum Glück. Und vielleicht ist es auch zum Teil meine eigene Schuld wenn man so will.

Zum Einen bin ich niemand der von alleine loslegen und alle Stories auspacken würde, da ich immer Sorge habe, dass es eigentlich niemanden interessiert – hier ist das was anderes, ihr MÜSST es ja nicht lesen! Ihr alle, aus die paar unter euch die ich erfolgreich mit meinen Texten folter um Informationen aus euch rauszubekommen, tun dies ganz freiwillig – und ich habe auch so schon das Gefühl in jedem zweiten Satz Australien zu erwähnen und damit jedem auf die Nerven zu gehen. Aber ich vergesse gelegentlich auch, dass mein Leben dort unten zwar für mich der reinste Hammer war, das Leben der Anderen aber auch weitergegangen ist – und zu meiner Entäuschung ist auch niemand an Saskia-Mangel umgekommen.

Überhaupt habe ich wahrscheinlich eh schon zu viel über alles im Laufe des Jahres geredet. In solchen Momenten verfluche ich diese globale Verbindung…

Was ein Dilema.

Aber nun gut, machste nichts, gell?! Solltet ihr mich aber mal sehen und es interessiert euch wirklich, was alles so da unten passiert ist, fragt einfach. Ich rede gerne! Hier ein paar Beispiel-Fragen: Was war für dich essentiell für einen gelungenen Roadtrip? Wie hast du Freude gefunden? Was für strange Situationen sind dir so passiert? Hast du etwas gemacht, was du nie von dir erwartet hättest? Aber egal was, fragt einfach.

Aus reiner Höflichkeit und vorgeheucheltem Interesse frage ich jetzt auch die Gegenfrage: Wie war euer letztes Jahr? Was für abgefahrene Dinge sind euch so passiert? Habt ihr etwas völlig neues gemacht?

Erzählt doch mal!

See you, Saskia xxx

P.S. sehen uns auf der Buchmesse, meine Akkredierung ist durch!

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10 WTF moments back in Germany

So, da bin ich wieder… da WAR ich wieder?! Genau genommen bin ich gerade mal wieder nicht in Deutschland, sondern in England. Läuft bei mir.

Trotzdem bin ich auch nicht mehr am anderen Ende der Welt und das wird mir ehrlich gesagt vor allem in den kleinen Situationen klar. Wisst ihr es ist komisch wieder hier zu sein. Auf der einen Seite ist es erschreckend normal und auf der anderen Seite ist alles völlig verdreht. Und genau um diese verdrehten Momente geht’s jetzt, also los:

1. Alle sprechen Deutsch

Ich weiß, dass ist irgendwie vorhersehbar, aber habt ihr eine Ahnung wie oft ich mich die ersten Tage umgedreht habe, weil irgendwer deutsch gesprochen hat? Ich weiß es auch nicht, aber OFT, dass versichere ich euch! Natürlich macht das Sinn und ehrlich gesagt war es gar nicht so unwahrscheinlich auf Deutsche zu treffen dort unten, aber dann war es immer etwas besonderes, irgendwas, dass verbunden hat. Jetzt müsste ich mich ja wortwörtlich mit JEDEM verbunden fühlen. Nein, danke!

2. Rechtsverkehr

Man sollte meinen, Rechtsverkehr sei für mich einfacherer, so nachdem ich damit aufgewachsen bin, aber zugegeben, die erste Kreuzung, der ich Auge zu Auge gegenüberstand, hat mich ausgetrickst und ich wäre fast in den Gegenverkehr gefahren.

3. Was ist los mit den Ampeln

Bleiben wir mal ganz kurz auf der Straße, ist euch mal der Gedanke gekommen, dass es ein einfacheres Ampelsystem gibt, als das, welches wir haben? Nein? Mir auch nicht vor Australien. – mit einfacher meine ich übrigens entspannter – Ampeln nicht nur auf der Straßenseite, wo ihr steht, aber auch auf der gegenüberligenden Seite erleichtern dein Leben und das deines Nackens enorm. Echt. Denkt mal drüber nach, wenn ihr das nächste Mal an einer Ampel dreht und euch völlig verdreht, um den Farbwechsel mitzubekommen.

4. höhe Häuser

Hierzu muss ich erstmal erklären, dass ich mit hohen Häusern nicht einmal Hochhäuser meine, sondern ganz normale, deutsche, zweistöckige Häuser. Sowas findest du nur selten in Australien. Wieso?! Im Obergeschoss würde es im Sommer einfach viel zu warm/ heiß werden. Mein Hostkind – schläft sonst in einem Hochbett – hat im Sommer auf einer Matratze auf dem Boden geschlafen, weil er sonst krepiert wäre. Says it all.

5. Grün soweit das Auge reicht

Klar es ist Sommer und das heißt, dass alles in saftig grüne Farbe getunkt wurde. Aber in Australien ist das gar nicht so selbstverständlich, eher das genaue Gegenteil. Im Sommer ist alles trocken und rot oder braun und im Winter trauen sich dann auch mal vereinzelte Grässer aus der Erde. Aber selbst dann ist es nichts im Vergleich zu hier.

6. Jahreszeitendreher

Jeder weiß, dass es dort unten Weihnachten im Sommer gibt, aber habt ihr euch mal darüber Gedanken gemacht, dass ALLE Jahreszeiten dort verdreht sind? Auch wenn mich alle nur belächeln, wenn ich das sage, aber JA es gibt auch Winter in Australien. Sicherlich nicht so kalt wie in Deutschland, aber mit kann keiner erzählen, dass es hier noch wirklich, wirklich kalt ist im Winter. Und überhaupt, der momentane Winter dort unten ist sehr regnerisch und gespickt mit ein paar schönen – nicht wirklich – Überschwämmungen.

7. Tageslänge

Ok, im Winter wird es in Deutschland auch recht früh dunkel, so zwischen fünf und sechs, gell? Aber Im Sommer bleibt es schon hell bis neun oder auch zehn. Der Winter in Australien ist relativ ähnlich, fünf wird es dort duster, im Sommer jedoch geht die Sonne auch schon um sieben zu Bett. Ich finde das ziemlich krass.

8. Mit der Sonne leben

Damit meine ich nicht die Hitze, sondern tatsächlich die Sonne. Während es in Deutschland normal ist erst um Mitternacht und später ins Bett zu gehen, bist du Down Under schon eine Nachteule, wenn du um zehn Uhr noch auf den Beinen bist. Dafür sind die Menschen dort auch schon früher wach, was ich eigentlich gar nicht so dumm finde.

9. Alles viel entspannter

Jeder kennt den Ruf der Australier: relaxed, entspannt und gut drauf. Und es stimmt; dort begegnen dir die Menschen viel offener und fröhlicher. Es herrscht nicht so eine Hektik und man nimmt das Leben dort mehr wie es kommt, anstatt sich pausenlos zu beschweren. Natürlich kann man das nicht so pauschal sagen, aber ich habe im Allgemeinen schon die Erfahrung gemacht, dass ich mit offenen Armen begrüßt und viel öfter angelächelt wurde. – Mein erster Gedanke, als ich in Deutschland wieder in der Stadt war: heilige Scheiße, was haben wir hier für eine Assi-Jugend?! Natürlich kann man auch das nicht verallgemeinern, aber nun ja… ich war geschockt…

10. Nobody cares

Hierzu wann anders mehr 😀 – gemein, oder?!


Was sagt ihr dazu? Habt ihr euch schon einiges davon gedacht, oder hat euch doch was überrascht?

See you, Saskia xxx

Zurück… was nun?!

Tjahaa, da bin ich wieder, naja fast jedenfalls. Wenn ihr das hier lest bin ich hoffentlich schon auf dem sicheren Weg nach Deutschland.

Während ich jetzt also hier im Flieger sitze (eigentlich sitze ich gerade ja auf dem Sofa, aber wir nehmen es jetzt einfach mal nicht so genau mit der Gegenwart und Zukunft, gell?!) und einem Leben entgegenfliege, von dem ich noch nicht genau weiß, wie sehr es mir gefallen wird, sitzt ihr ganz sicher zuhause, in der Bahn oder sonst wo und stellt euch die Frage: Ja was für eine Zukunft denn, liebe Saskia? Du bist doch völlig planlos!

Ahaaa! Dachte ich’s mir doch, aber da habt ihr euch gewaltig geirrt, ich habe nämlich wohl einen Plan, ob ihr’s mir glaubt oder nicht. Naja, zumindest schlummert da eine Idee in meinem Oberstübchen und dass ist schon mehr als ich vor ein paar Wochen behaupten konnte.

Zugegeben, meine Idee macht mir etwas Angst und ich weiß nicht wie um alles in der Welt ich das schaffen soll und ob ich das überhaupt kann, aber dazu gleich mehr.

Jetzt liegt das große Abenteuer, auf dass ich mich so gefreut hatte schon hinter mir, was ehrlich gesagt ziemlich beunruhigend ist, denn mein Lebenstraum ist nun Wirklichkeit geworden und vor allem vorbei! Da kann einem schon mal etwas der Schweiß ausbrechen.

Ich habe mich aber dazu entschieden, jetzt nach dieser Leistung nicht mein Leben zu beenden, aber am Ball zu bleiben und auch den Rest meines langen Lebens als Abenteuer zu betrachten. Langweilig, normal und sicher kann doch jeder, also warum nicht mal – wie sonst ja nie *hust* – auf dem Rahmen hüpfen und nach den ganz großen Sternen greifen? Richtig, es gibt keinen Grund es nicht zu tun…

Manch ein Menschen könnte gleich behaupten, dass das kommende Jahr eine totale Zeitverschwendung wird, aber für diese Geschöpfe habe ich gleich zwei Antworten parat:

Erstens, interessiert es mich nicht im mindesten, was du von mir und meiner Lebenseinstellung hälst, immerhin sage ich dir auch nicht, wie du dein Leben zu leben hast.

Zweitens, bin ich noch jung und habe das ganze Leben noch vor mir in dem ich mich langweilig an die Norm halten kann. Und überhaupt ist ja nicht so, dass ich nichts machen werde.

So, alles schön und gut, aber was ist mein Plan/ deine Idee denn nun?

Ich habe mir in mein Köpfchen gesetzt, dass ich Mediendesign/ Kommunikations-Design studieren möchte – und jeder der jetzt schon etwas dagegen auszusetzen hat, darf sofort die Biege machen und seine Meinung für sich behalten.

Warum ich davor so viel bammel habe?

Viele Menschen finden diesen Beruf ziemlich toll, aber vergleichsweise gibt es nur wenige Studien- und Ausbildungsplätze. Zudem muss man bei der Bewerbung ein Portfolio einreichen, was ich tierisch einschüchternd finde.

Ja, ich bin nicht komplett auf die Nase gefallen, als das künstlerische Talent meiner Familie bei mir vorbeigekommen ist und habe demnach gut was abgestaubt, aber ich habe es nie als mehr als ein Hobby betrachtet und dem Ganzen viel zu wenig Aufmerksamkeit in meiner Vergangenheit geschenkt. Ich hatte nie Zeichenunterricht oder ähnliches (Schule zählt jetzt einfach mal dezent nicht) und habe auch noch einiges zu lernen. Dafür aber das kommende Jahr.

Ich werde mein Zimmer mit Kunstartikeln vollstopfen und alles ausprobieren, dass ich interessant finde. Eventuell werde ich etwas Unterricht nehmen und dann im nächsten Jahr meine Bewerbungen losschicken.

Natürlich kann ich nicht garatieren, dass es was wird, vielleicht stelle ich nach ein paar Monaten fest, dass es absoluter Mist ist oder ich finde dadurch etwas anderes, dass mir viel mehr zusagt, oder was weiß ich. Die Hauptsache ist, dass ich etwas mache, dass ich auf etwas hinarbeite und vielleicht meinen Traumjob finde.

Und wenn es nichts wird? Dann habe ich es immerhin versucht und werde später nicht dieses lästige „was wäre wenn“ mit mir rumschleppen.

Nebenbei werde ich natürlich noch arbeiten und Geld verdienen, geht ja leider doch nicht ohne und da ist auch so ein kleiner gigantischer Schuldenhaufen, der darauf wartet abgearbeitet zu werden – geht nie ohne Geld reisen, wird nichts!

Soviel zu meinen Plänen, wie schaut es bei euch aus? Was treibt ihr so, was sind eure Zukunftspläne?

See you, Saskia xxx

Rezension: Glücksgefühl

Wenn das Leben eine 360° Wendung hinlegt und du versuchst irgendwie mit all den neuen Eindrücken klarzukommen. So inetwa schaut Nikes Leben gerade aus.

cover115099-mediumTitel: Glücksgefühl

Autor: Karolin Kolbe

Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag (Planet!)

Genre: Jugendbuch & Youngadult

Format: eBook

Besonderes: ich habe dieses Buch von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen: Danke dafür!

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Nike (wie die griechische Siegesgöttin, nicht wie der Turnschuh) liebt es in verschiedenste Rollen zu schlüpfen, wer sie selbst ist weiß sie dabei selbst nicht so genau. Ironischerweise wird sie genau dies auf der Schauspielschule rausfinden. Zudem lernt sie was wahre Freundschaft, Zusammenhalt und Familie wirklich bedeutet und ganz vielleicht steht ja auch noch bald ihre große Liebe vor der Haustür.

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Das Thema des Buches – Schauspiel – finde ich sehr interessant und ich liebe es solche Einblicke hinter die Kulissen zu bekommen. Zu dem fand ich auch die Charaktere und deren Hintergrundgeschichte schön ausgearbeitet, dennoch muss ich sagen, dass die Storyline etwas sehr vorhersehbar war.

Zunächst aber erstmal zu den Charakteren: Nike hat mir – obwohl sie zu Beginn ganz offensichtlich ein enormes Selbstbewusstseinproblem hatte – wirklich gut gefallen. Ich konnte mich zwar nicht zwingend mit ihr identifizieren, aber ich konnte nachvollziehen, wieso sie wie gehandelt hat. Und auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu dramatisch an manchen Stellen war, fande ich ihre Entwicklung im Laufe des Buches doch sehr schön.

Die Tatsache, dass sie mehr die Leben ihrer Mitmenschen lebt, als ihr eigenes fande ich wirklich faszinierend und mal etwas ganz Anderes, als diese typischen schüchternen Charakterdarstellungen – nicht falsch verstehen, schüchtern ist sie trotzdem, aber auf eine interessantere Art und Weise.

Ihre Mitstudentin Linda ist schon viel mehr eine Person mit der ich mich indentifizieren konnte und ich habe diese kleine Schreckschraube wirklich gefeiert. Sie hat so eine lockere Art, die mich nicht nur einmal hat Schmunzeln lassen.

Da dies ja eine Liebesgeschichte sein soll (dazu gleich mehr) darf ja auch der dazugehörige Typ nicht fehlen, gell? Und was für ein Typ, ich sag’s euch! Natürlich mega gutaussehend aber trotzdem total lieb und selbstverständlich hat er auch ein fable für die süße Nike. Als Charakter fand ich Jasper schon ganz gut gelungen und klar so einen Jasper hätte ich auch gerne in meinem Leben, aber trotzdem fände ich mal eine etwas unscheinbarere Person als Liebesobjektet etwas… inovativer.

Auch die andere Charakere, wie ihre Eltern und beste Freunde von vor der Schauspielschule, konnte durch eine gewisse Tiefe überzeugen, ich werde jetzt aber nicht tiefer auf diese eingehen, da diese eher zu der Nebengeschichte gehört.

So jetzt zu der Liebesgeschichte: nach dem ersten aufeinander Treffen von Nike und Jasper wusste ich zwar schon wie das Ganze enden wird, gehofft habe ich aber trotzdem, dass es da vielleicht doch einen süßen, anderen, unscheinbareren Typen gibt, der Nikes Interesse weckt und Jasper nur ein guter Freund bleibt (ohne Dreiecksbeziehung bitte) aber nö. Das Buch mit der Handlung müsste ich dann wohl doch selbst schreiben. Was ich dafür aber sehr gut fand, war, dass die Liebesgeschichte mehr im Hintergrund spielt und vor allem, dass es mehr Linda war, die Nike aus ihrem Schneckenhäuschen gelockt hat.

Die Storyline war, wie schon erwähnt, ziemlich vorhersehbar, was für ein Buch für zwischendurch ok ist, aber dadurch nie wirklich zu einem der wirklich guten Bücher gehören wird. Es ist keinesweigs ein 08-15 Buch und Klischees kommen immer vor, aber dieser „Streit“ hätte echt nicht so sein müssen… just saying.

Der Schreibstil war wirklich schön zu lesen und hat mich durchaus zum Schmunzeln gebracht. Kaolin hat das Geschichten schreiben zwar nicht neuerfunden, aber trotzdem hat sie Schreibstiltechnisch alles richtig gemacht, meiner Meinung nach.

Alles in allem habe ich wirklich Spaß gehabt beim Lesen und falls jemand nach einem guten Buch für zwischendurch sucht, kann ich dieses Buch gutengewissens empfehlen.

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3,5!!!

See you, Saskia xxx

Bin ich die nächste Bestseller-Protagonistin?!

Wir alle kennen sie, ohne sie überhaupt zu kennen: die Standartprotagonistin eines gefühlt jeden Jugendbuches. Anna hat mich mit ihrem Beitrag „10 Anzeichen, dass du eine YA-Protagonistin bist“ überhaupt erst auf die Idee gebracht, also DANKE dafür! Hier kommen jetzt meine 9 Kriterien, die eine alltägliche YA-Protagonistin ausmachen, im direkten Vergleich zu mir. Am Ende werden wir also endlich wissen, ob ich im nächsten Bestseller mitspiele, oder nicht.

Lasst uns eine typische Protagonistin erstellen… nennen wir sie… Miri.


Ein wirklich wichtiger Faktor, um Miri zu einer 0-8-15 Protagonistin zu machen, ist der „graue Maus“ Effekt, sprich: unscheinbar, schüchtern und absoluter Durschnitt. Ich denke die Autoren meinen es eigentlich nur gut und wollen damit sagen, dass du nicht super-exentrisch und beliebt sein musst, um toll zu sein. Schön und gut, aber etwas ausgelutscht die Idee, oder?!

Also, bin ich ein graues Mäuschen? Wohl eher nicht. 1 – 0 für Saskia! Ich würde mich eher als Gegenteil bezeichnen: ich bin bunt, laut und fröhlich. Zwar habe ich auch meine schüchternen Momente, aber die verfliegen schnell.


Habe ich gerade gesagt, dass Miri absoluter Durschnitt ist? Na, dass meinte ich so, dass sie es zu BEGINN des Buches ist, aber mit der Zeit kommt dann auch die Transformation und die graue Miri ohne Make Up und immer mit Pferdeschwanz wird zur Weltschönheit, weil, wegen… muss ja. Also klar, jeder ist toll und so, aber um in ein Buch zu kommen, musst sie dann doch irgendwann ihre abnormale Schönheit zur Schau stellen.

Also ich mag ja wie ich ausschau, aber als exotische und atemberaubende Schönheit würde ich mich jetzt nicht gerade beschreiben. Zu blöd aber auch.


Ich meine Miri ist ein Mauerblümchen, natürlich muss sie auch noch unerfahren sein, was die Liebe angeht. Wenn sie Glück hatte, hatte sie schon einen Freund, aber so richtig voran ist es in der Beziehung auch nicht gegangen.

Tja, jetzt steht es dann wohl  2 – 1, denn ich bin tatsächlich ziemlich unerfahren, es sei denn man zählt meine Bücher-Liebes-Erfahrungen dazu, dann bin ich ein absoluter Pro! Kein Freund in sicht, egal, ob man nach hinten oder nach vonre schaut.


Hand in Hand mit der Unerfahrenheit geht natürlich die Naivität. Miri ist eine gute Seele und geht davon aus, dass die Anderen es auch sind. Ohne weiter darüber nachzudenken lässt sie sich auf etwas oder jemanden ein, der/ die/ das vielleicht nicht das Beste für sie will. Desto dramatischer, desto besser.

Teils würde ich mich schon naiv nennen, aber ich bin nicht dumm. Ich denke gerne für mich selbst und bin besonders in Bezug auf Kerle eher skeptisch als Naiv.


Mit der plötzlichen Schönheit kommt dann auch die charakterliche Änderung. Selbstverständlich bleibt Miri noch ein guter Mensch, aber dieses Mal mit Feuer unterm Hintern. Sie lässt die Sau raus, trinkt dann und wann einen zu viel und gibt sich mit den falschen Menschen ab.

Haha, nö! Es ist mir noch nie passiert und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nie zu diesem Abrutsch kommen wird, also weiter geht’s.


Der Grund für all die Änderungen ist natürlich das männliche Geschlecht. Während normale Menschen schon Probleme habe nur einen Kerl für sich zu gewinnen, schafft Miri es irgendwie gleich die Aufmerksamkeit von zwei Schönheiten auf sich zu ziehen. Im Idealfall ist einer davon total süß und lieb und der andere ein Draufgänger und BadBoy. Miri mag sie beide, aber der BadBoy ist natürlich um einiges aufregender.

Das ist so eine absurde Situation in meinem Leben, dass ich noch nicht einmal davon träumen würde. Wie viel steht’s jetzt? 5 – 1?!


Während Miri ihr Schneckenhäuschen verlässt kommt es natürlich auch zu Problemen – ich meine zwei Kerle gleichzeitig, kein Ding und so. Ihre Welt scheint kurz vorm untergehen. Dabei kann der Autor dann auch ganz kreativ werden, sei es eine plötzliche Alkoholabhängigkeit oder der Tod einer nahestehenden Person. Und falls es nicht Miri selbst ist, die abrutscht, dann aber ihr Geliebter und Miri ist natürlich die EINZIGE Person auf der ganzen Welt, die ihm helfen kann.

Nöp. Also ja, ich hatte auch schon meine Momente, vor allem als Teenager, aber, aber… ok, geben wir dem Ganzen einen halben Punkt. 5 – 1,5


Ist euch mal aufgefallen, dass Familie in YA-Büchern immer eher negativ oder gar nicht angesprochen wird? Ich glaube wir machen Miri zu einem Einzelkind mit einer an Krebs verstorbenen Mutter. Ja, dass ist gut, dann fehlt ihr eine Bezugsperson und so. Gefällt mir. *verdreht die Augen*

Ich bin zwar kein Einzelkind, aber so ganz rosig ist meine Familienbeziehung auch nicht. In der Hinsicht bin ich also dann doch eine geeigente YA-Protagonistin.


Und wenn das alles drin ist, fehlt ja eigentlich nur noch die Offenbarung einer geheimen Parallelwelt oder magische Kräfte und das Buch schreibt sich von alleine. Miri könnte zum Beispiel die verschollene Prinzessin eines geheimen Feenreich sein und wie das nun mal so ist, kann nur Miri die Welt retten, weil Miri.

Zu blöd… ich warte schon seit 9 Jahren auf meinen Brief, Kleiderschränke bleiben bei mir immer Kleiderschränke und egal wie oft ich Stimmen höre, sie sind immer nur in meinem Kopf und nicht von winzigen Elfengestalten. Bleibe dann wohl doch „normal“.


Da haben wir den Beweis: ich lebe im echten Leben ohne wenn und aber.

Wie ist es mit euch, seid ihr vielleicht die nächste Bestseller-Protagonistin?

Was macht für euch einen 0-8-15 Charakter aus? Habe ich etwas vergessen?

See you, Saskia xxx

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