Tag 10: first kiss

silhouette-des-paares,-kuss-151695Ich glaube ich platze gleich vor Aufregung. Aber wenn er nicht bald auftaucht, wird die Aufregung womöglich schneller als geplant in Panik umschlagen. Und wenn ich nicht ganz genau wüsste, dass ich heute Früh aufgestanden bin, dann würde ich auch vermuten, dass ich träume. Denn wie wahrscheinlich ist es bitte, dass der Kerl, in den du schon einige Zeit heimlich verliebt bist, ausgerechnet dich nach einem Date fragt? Vor allem wenn man bedenkt, wer ich bin und wer er ist. Ich, das süße, brave Mädchen von nebenan, und dagegen er, der coolste und beliebteste Kerl der ganzen Welt.

Doch gerade, als Ingas Zweifel sich einen weg von meinem Kopf zu meinem Herzen bahnen, werden sie aprubt zum Umdrehen gezwungen, denn soeben habe ich ihn entdeckt. Zwar nicht auf einem weißen Schimmel und einer Ritterrüstung, aber er ist hier. Wirklich und wahrhaftig.

In der Versuchung so gelassen wie möglich zu wirken, stehe ich von meinem Platz auf, scheitere aber, indem ich der Länge nach auf die Nase falle. Prima, das hast du ja schon einmal toll hingekriegt! Ziemlich verlegen raple ich mich wieder auf und starre in sein grinsendes Gesicht. Gott sieht der gut aus! Doch die nächste peinliche Situation lässt nicht lange auf sich warten. Denn jetzt stehe ich vor dem Problem, wie ich ihn begrüße. Das ist eindeutig ein Date, aber soll ich ihn umarmen oder nur die Hand geben? Aber das ist doch viel zu förmlich. Vielleicht ja Wangen-Küsschen? Ich entscheide mich leider für eine verquere Mischung aus allem, was noch peinlicher endet, als der Sturz.

Was hat dieser Kerl bloß an sich, was mich so aus der Bahn wirft? Eigentlich bin ich wirklich niemand, der sich dumm anstellt gegenüber dem anderen Geschlecht, aber hier und jetzt bekomme ich noch nicht mal einen halbwegs sinnvollen Satz zustande. In meinem Bauch, so wie in meinem Kopf fliegen tausende von Schmetterlingen rum und gerade verstehe ich absolut nicht, was alle daran immer so toll finden, denn mir wird davon gerade einfach nur schlecht. So wie sich das hier gerade entwickelt hätte ich wirklich nichts dagegen, wenn es sich doch bloß um einen Traum halten sollte.

„Alles gut bei dir?“, fragt er mit sanfter Stimme. Ich mache den fatalen Fehler und schaue ihm direkt in die Augen, denn jetzt sind meine Gehirnzellen vor Entzückung entgültig lamgelegt und ich bringe bloß ein „Hm“ zu stande. Ihn scheint das aber nicht weiter zu stören, denn er fragt bloß ob wir vielleicht ein Stückchen gehen wollen, schnappt sich meine Hand und redet drauf los. OH. MEIN. GOTT!!! Er hält MEINE Hand! Wie unglaublich ist das denn? Promt machen die Scmetterlinge in meinem Magen noch ein paar Saltos, die zu meiner Überraschung allerdings nicht, wie erwartet, meine Übelkeit verstärken. Sowieso fällt die Anspannung von mir ab. Ob es daran liegt, dass er meine Hand hält, oder weil er die ganze Zeit redet und ich einfach nur schweigend zuhören muss, weiß ich nicht so genau.

„Weißt du was ich schon ewig mal machen wollte?“; fragt er plötzlich und ich spitze meine Ohren. Doch bevor ich auch nur irgendwas erwidern kann, hat er seine Lippen schon auf meine gepresst. Ich bin so perplex, dass ich es einfach geschehen lasse. Aber ohne das ich es erklären kann, gehen bei mir plötzlich die Arlamglocken los und das erst so wunderschöne Gefühl schläg viel zu schnell in Angst und Panik um. Ich weiß nicht wieso, aber ich reiße mich empört von ihm los und starre ihn mit offenem Mund wortlos an.

Sein Blick verfinstert sich merklich: „Was ist? Ich dachte das wolltest du?“

„Ja… ehm… nein… ich… was?“, stottere ich unbeholfen. Ja das wollte ich, schon seit dem ich ihn das erste Mal gesehen habe, aber es kommt mir gerade einfach nicht richtig vor.

„Hab dich nicht so!“, überraschend grob zieht er mich wieder an sich ran und presst erneut seine Lippen auf meine, aber dieses Mal schiebt er mir auch noch grob seine Zunge zwischen die Zähne. Angewidert versuche ich mich aus seinem Griff zu befreien, doch ich habe kein Chance. Er ist einfach zu stark. Was passiert hier? Mir schießen die Tränen in den Augen und in der Milisekunde in der er seinen Mund von meinem löst, schreie ich, nicht so laut wie erhofft, da mir der Schrei auf halbem Wege etwas im Hals stecken bleibt, ein „Hilfe!“.

Mit aufgerissenen Augen schnellt er vor und verbietet mir den Mund, indem er erneut seine Zunge in meinen Mund schiebt. Unbeholfen lasse ich es geschehen. Gerade als sein Griff so fest wird, dass ich beführchte, dass meine Hände jeden Moment abfallen, reißt irgendetwas ihn von mir weg. Wobei irgendwer wohl treffender ist, als irgendwas. Völlig aufgelöst lasse ich mich auf den Boden fallen und schluchze hemmungslos auf.


Wie du dir vielleicht schon gedacht hast, ist das nicht wirklich passiert, sondern gerade in meinem Kopf entstanden, denn ich finde, dass das Thema „Erster Kuss und erste Liebe“ schon ein ziemlich privates Thema ist und ich auch ehrlich gesagt noch nicht reichliche Erfahrung habe. Ich hoffe ihr fandet meine Geschichte trotzdem schön.

See you, Saskia xxx

P.S. wenn ihr wissen wollt, wie es womöglich weitergeht, lasst es mich wissen!

Advertisements

12 Kommentare zu “Tag 10: first kiss

  1. Pingback: 30 Tage Challenge | lifewithsaskia

  2. Pingback: First Kiss – Teil 2 | lifewithsaskia

  3. Pingback: Mein Plan | lifewithsaskia

Erzähl mal...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: