Tag 18: Glaube

Wie schon am Tag 4, wo es um Religionen allgemein ging, versprochen, geht es heute um meinen eigenen Glaube. Da ich nicht ganz genau weiß, wo ich anfangen soll, starte ich jetzt einfach ganz vorne und gehe mehr oder weniger chronikogisch vor und werde dann am Ende kurz beschreiben, woran ich überhaupt glaube.

Als Kind habe ich gar nicht gelaubt und fand das einfach nur dumm. Meine Familie ist allgemein nicht wirklich gläubig, sodass ich auch nur an Weinachten in der Kirche war. Naja, da ich evangelisch bin, stand dann irgendwann die Konfirmation vor der Tür, doch ich hatte absolut keinen Lust drauf. Vor allem in der Gemeinde wo ich wohne, ist ein Pastor, denn ich nicht so leiden kann und mein Bruder hat von der ganzen Zeit gar nichts mitgenommen.

Da ich das nicht, wie alle anderen, wegen dem Geld machen wollte, hatte ich mich eigentlich schon dazu entschieden es einfach zu lassen, doch dann kam eine Freundin, die mich zum Konfi-Unterricht in der Stadt mitgenommen hat. Das hat mir so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin und ein wundervolles Jahr hatte. WIr haben echt viel Spaß gehabt, waren auf einer Wochenend-Freizeit und haben auch sonst einiges Erlebt. Und nach dem Jahr war ich dann auch noch lange Zeit in der Jugendkirche aktiv und drei Mal im Sommer auf einer zweiwöchigen Freizeit. Die Konfi-Zeit, die Jugendkirche und die Freizeiten haben mein Leben verändert und ich habe angefangen an Gott zu glauben. Mittlerweile bin ich leider nicht mehr so aktiv in der JuKi, aber ich glaube trotzdem noch an Gott, wobei ich sagen muss, dass ich nich an alles glaube, was in der Bibel steht. Meiner Meinung nach ist das mit dem Glaube eine Sache, die für jeden individuell ist, denn auch jeder Protestant glaubt dennoch irgendwie an etwas Anderes. glaube

Jetzt dem interessanten Teil: WORAN glaube ich?

Ich finde es ziemlich schwierig zu beschreiben, woran ich konkrett glaube, aber ich gebe mein bestes es in Worte zu fassen. Ich glaube, dass es dadraußen irgendetwas geben muss, was unglaublich mächtig ist. Für mich ist Gott wie eine Wolke: immer und überall da, manchmal mehr manchmal weniger.

Außerdem glaube ich, dass jeder seinen Platz auf der Erde hat und das jeder wichtig ist. Es passiert nichts ohne Grund und selbst, wenn mal etwas schlechtes passiert, folgt daraus wieder etwas gutes, auch wenn man es nicht immer sofort sieht. Aber dennoch glaube ich nicht, dass Gott die „Macht“ hat, um in unser Leben einzugreifen. Er hat uns die Möglichkeit gegeben selbstständig zu sein und er hat uns die Welt anvertraut und es liegt alleine in unseren Händen, was wir daraus machen. Oft werde ich gefragt, wie Gott das Leid in Afrika zulassen kann, wenn er doch existiert, aber das die Menschen dort leiden ist nicht seine Schuld, sondern alleine unsere. Wir sind die, die die Welt verpesten und die, die alles zerstören. Die Schuld kann man nicht Gott in die Schuhe schieben, denn nach meinem Glaube ist er eben nicht allmächtig, sondern jemand bzw. etwas, das daran beteiligt war, dass wir und die Welt existieren können.

Manche Sachen lassen sich einfach nicht erklären und das fängt schon in der Biologie an, wieso tun Zellen was sie tun, wie kommt es, dass sie wissen, wann was zu tun ist. Ich weiß, dass Zellen nicht denken, und das amn erklären kann, wie das alles funktioniert, aber trotzdem kann keiner genau sagen, wieso Zellen das können. Genauso ist es mit der Entstehung der Welt: Ja, es gab einen Urknall, aber wie kam es dazu? Reiner Zufall? Ich glaube, dass da Gott seine Finger im Spiel hatte…

Ich hoffe du konntest einigermaßen meine Gedankengänge nachvollziehen, aber wenn du noch fragen hast, scheu dich nicht sie zu stellen. (:

Woran glaubst du? Oder anders gefragt, glaubst du überhaupt?

See you, Saskia xxx

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5 Kommentare zu “Tag 18: Glaube

  1. Kann ich sehr gut nachvollziehen, vor allem dem Teil mit dem Leid in Afrika kann ich vollkommen zustimmen. Ich denke auch, dass Gott irgendwie für unsere Existenz verantwortlich ist, bzw. etwas damit zu tun hat, aber er hat uns damit auch die Verantwortung für unsere eigenen Taten gegeben. Wir sind eigenständige Wesen, die nicht Gott für alles verantwortlich machen sollen, denn schließlich haben wir auch viel zu der heutigen Situation auf der Erde (sowohl im negativen als auch im positiven Sinn) beigetragen und dann auf einmal das Schlechte immer auf Gott zu beziehen, finde ich irgendwie feige. Ich meine, für die guten Errungenschaften und Erfindungen wollen wir doch auch belohnt werden, da müssen wir auch für die schlechten Taten geradestehen.
    Soviel zu meiner Vorstellung von Gott, zumindest ein Teil davon 🙂
    LG Gacela

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  2. Wieder sehr toll geschrieben. Und ich finde es super, dass du richtig glaubst. Klingt komisch, weiß aber nicht wie ich es besser ausdrücken kann 😉 Alles hat einen Grund. Das ist einfach gut, wenn man daran glauben kann 🙂

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  3. Genau dasselbe denke ich auch! Irgendetwas – manche nennen es Gott, kann jeder selbst entscheiden – hat dazu geführt, dass das Leben, das Universum und alles (in Anlehnung an den Hitchiker’s Guide) entstand. Was das Leben dann daraus macht, ist seine Sache und nicht die Gottes…

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  4. Pingback: 30 Tage Challenge | lifewithsaskia

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