First Kiss – Teil 2

Teil 1 findest du HIER (macht Sinn das erst zu lesen :D)


Während ich völlig verzweifelt auf dem Boden sitze und darauf warte, dass der Schock endlich nachlässt und mein Gehirn wieder eingeschaltet wird, bekomme ich aus dem Augenwinkel mit, wie dieser widerliche Kerl von meinem Retter eine reingehauen bekommt. Ich bin wirklich gegen Gewalt, aber gerade wünsche ich mir, dass er noch einmal zuschlägt. Doch anstatt meinem heimlichen Wunsch nachzukommen, tut er das Richtige und lässt ihn los, woraufhin das Arschloch zögernd und humpelnd weg läuft.

„Ist alles ok bei dir?“, fragt mich die sanfte Stimme meines Retters. Da ich irgendwie nicht in der Lage bin, um verbal zu antworten nicke ich, verstecke aber mein verheultes Gesicht in meinem Schoß. Er setzt sich neben mich ins Gras und streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht: „Ich bin übrigens Luke, nur damit du weißt, wie du deinen Retter nennen sollst, wenn du irgendwem davon erzählst.“

Verblüfft über seine Leichtigkeit schaue ich auf. „Ah, und welcher Name gehört zu diesem wundervollen Gesicht?“ Ich kann nicht anders als zu lächeln: „Cece“

„Schöner Name, aber bestimmt nur dein Spitzname, oder?“

„Ehm…ja… richtig heiße ich Celina, aber ich mag den Namen nicht sonderlich und irgendwie hat es sich eingebürgert, dass alle mich Cece nennen.“, entgegne ich überraschend fröhlich. Vor nicht mal einer Minute habe ich mich grauenvoll und widerlich gefühlt, aber jetzt, hier mit Luke ist das alles vergessen. Wer ist dieser Kerl? Ich habe ihn noch nie irgendwo hier gesehen, was in einer Kleinstadt nicht unbedingt unmöglich, aber doch recht unwahrscheinlich ist. Ohne lange zu überlegen frage ich ihn.

Seine wunderschönen blauen Augen glitzern in der Sonne, werden aber leicht durch seine wuscheligen, braunen Haare verdeckt.Seine Nase ist schmal und gerade und sein Mund wird durchweg von einem Grinsen belagert, und das obwohl er gerade einen Typen zusammengeschlagen hat. Hypnotisiert von seinem Gesicht und vor allem von seinen Augen, lausche ich seiner Stimme: „Freut mich Cece. Wobei ich den Namen Celina echt schön finde, belasse ich es ruhig bei Cece. Darf ich fragen, wer dieser Kerl war, der… naja… du weißt schon.“

Ich brauche ein bisschen bis ich antworte, aber nicht, weil ich mich nicht traue den Namen auszusprechen, sondern einfach, weil ich so in seine Augen vertieft bin, dass ich nicht sofort mitbekomme, dass mir eine Frage gestellt wurde. „Oh, ehm… das war mein Date. Naja, zumindest dachte ich das, aber wie sich herausgestellt hat, wollte er mir wohl nur an die Wäsche. Was eine Schande.“

„Schande?“

„Ich war schon Ewigkeiten in ihn verknallt und als er mich dann nach einem Date gefragt hat, dachte ich, dass er mich endlich wahrgenommen hat und mich genauso mag.

„Das ist dann wohl wirklich eine Schande.“, murmelt Luke etwas geknickt, weshalb ich schnell weiterrede: „Aber soeben habe ich wahrgenommen, dass ich, wie all die anderen Mädchen, bloß von seinem Aussehen geblendet war. Eigentlich ist das die wahre Schande.“

Jetzt lächelt Luke wieder, sodass das verführerische Funkeln wieder in seine Augen tritt. „Dann habe ich dem Kerl ja zu Recht eine reingehauen.“

„Wohl wahr. Und das sage ich, obwohl ich Gewalt in jeder Form verabscheue, also hoffe ich, dass das gerade nur eine rettende Ausnahme von dir war und nicht normaler Alltag?!“, sage ich schmunzelnd.

Luke setzt sich etwas gerader hin und spannt seine Muskeln an: „Das mache ich andauernd. Ob aus Langeweile oder für den guten Zweck. Fast täglich landet meine Faust in irgendeinem Gesicht.“

Ich muss lachen: „Für den guten Zweck?“

„Typisch. Frau hört nur, was Frau hören will, der Rest wird ignoriert.“

„Natürlich! Nein, aber mal im Ernst.“

Er legt seinen Kopf schief und mustert mich eindringlich: „Nein, ehrlich gesagt habe ich noch niemanden wirklich eine verpasst. Aber ich konnte einfach nicht zulassen, dass dieses Schwein dir weiterhin seine Zunge gegen deinen Willen in den Hals steckt.“

Obwohl ich Luke nicht wirklich kenne lehne ich mich an seine Schulter und murmle: „Danke, ganz ehrlich!“ Er schlingt seinen Arm um meine Taille, fragt aber sofort: „Ist das in Ordnung?“ Ich nicke bloß und er zieht mich etwas fester an ihn ran. „Aber nur, wenn du mir erzählst, wer du eigentlich bist.“, füge ich noch hinzu.

Ich spüre, wie seine Finger leichte Kreise über meine Hüfte fahren und ich fange an mich richtig zu entspannen. „Also, dass ich Luke heiße weißt du ja schon. Ich bin 19 Jahre alt und erst letzte Woche hierher gezogen. Ich studiere hier an der Uni Biologie und wohne mit meinem besten Kumpel und seiner Freundin in einer WG. Ehm… ich spiele Eishockey, weshalb ich es wundervoll finde, dass es hier eine Eishalle in der Nähe gibt und wenn ich Zeit habe rette ich arme Mädchen vor bösen Jungs.“

„Großzügig von dir!“, merke ich an und muss erneut lächeln.


See you, Saskia xxx

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3 Kommentare zu “First Kiss – Teil 2

  1. Pingback: Mein Plan | lifewithsaskia

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