Filmkritik: Macbeth – nicht gelungen!

Meine Stufe und die unter uns musste sich heute die neue Verflmung von Shakespears Wert „Macbeth“ angucken.

Wir im Englisch LK haben das Buch letztes Jahr durchgenommen (ich sage hier lieber durchgenommen als gelesen, weil.. naja… durfte die einzige Lektüre sein, die ich nicht so wirklich gelesen habe – aber zu meiner Verteidigung: ich wusste, dass ich die Klausur darüber nicht schreiben musste, weil ich in Englisch meine Facharbeit geschrieben habe; und im Abi werde ich alles außer Shakespear auswählen), aber ein Großteil der „Zuschauer“ kannten das Buch/ Stück nicht.

By the way: wir haben den Film NATÜRLICH auf englisch geguckt, wie könnte es auch anders sein.

Ich, obwohl ich das Buch kenne und ein aufgenommenes Theaterstück davon gesehen habe, habe kaum ein Wort verstanden. Die haben in Versen und mit kaum verständlichem Akzent (na gut, vielleicht ist das jetzt eeetwas übertrieben) geredet. Teilweise hätte ich die Charaktere gerne angeschrien, dass sie doch bitte deutlicher reden sollen!

Aber das war natürlich nicht das einzige Problem mit dem Film – vermutlich lag da das Problem bei unseren Englischkentnissen. Zum einen finde ich ja, dass die „Speacialeffect“ etwas übertrieben waren. Überall hat das Blut nur so gespritzt und die Sabber ist wie Wasserfälle aus den Mündern der Leute geflossen. Schlimmer war aber noch die anhaltende und nervenaufreibende Slowmo! Echt, ein/ zwei Mal ist das ja cool und spannend von mir aus, aber gefühlt alle zwei Sekunden (vor allem am Anfang) ist dann doch leicht zu viel.

Lustiger war aber noch, wie… nah die Personen sich immer gekommen sind, vor allem die Männer der Schöpfung. Teilweise hatten wir das Gefühl, dass reden in normaler Entfernung schier unmöglich ist. Die haben sich wirklich immer so weit rübergebeut, dass man das Gefühl hatte, die würden sich jeden Moment küssen – was sie nebenbei bemerkt auch das eine oder andere Mal gemacht haben, aber dazu gleich mehr. Man hätte einen der Beiden einfach nur etwas anstupsen müssen uns *zack* der Liebesfilm-Moment wäre perfekt, nur das es eben alles nur kein Liebesfilm war.

Bezüglich des Küssens: Ich meine nicht, dass die sich abgeschlabert haben oder so, aber ein Kuss auf die Stirn hier und ein Küsschen auf die Wange da war schon drin. Und wenn kein Kuss, dann haben sie sich auf definitiv komische Art und Weise „umarmt“, während sie eigntlich kurz davor waren sich gegenseitig zu killen. So ganz habe ich das nie verstanden… war auf jeden Fall echt schräg!

Wahrscheinlich wissen einige von euch gar nicht, worum es in „Macbeth“ geht… ganz grob gesagt: Es werden viele, viele Menschen getötet; der eine tötet den König und wird dann selbst König und es gibt noch weitere Intrigen, oh und es gibt drei (vier) Hexen… cool oder??

Die Handlung von dem Stück hätte man echt gut in einem Film unterbringen können (ist schließlich als Theaterstück geschrieben), aber nein, man muss ja Szenen vertauschen oder weglassen. Das Schlimmste: die besten paar Szenen aus dem ganzen Stück wurden einfach weg gelassen oder komisch (nebenbei) dargestellt. Beispiel für die, die das Werk kennen: „Is that a dagger I see before me?“, wo eigentlich ein Dolch in der Luft schwebt (sieht Macbeth jedenfalls so); die Szene, wo Macbeth auf den Tisch springt, weil er einen Geist sieht; da, wo Lady Macbeth schlafwandelt; und das tragischste was fehlt: die Soldaten, die als Wald (jeder trägt einen Baum) getarnt die Burg stürmen.

Ich hätte noch mehr zu kritisieren, aber breche an dieser Stelle einfach mal ab. Wie ihr vielleicht bemerkt habt: ich bin alles andere als begeistert von dem Film und rate euch damit: Schaut euch NIEMALS diesen Film an! Erstrecht nicht, wenn ihr ihn anstatt der Lektüre schauen wollt. Solltet ihr ihn aber doch schauen (oder schon gesehen haben?), dann erzählt mir doch bitte, was eure Meinung zu dem Film ist?

Auch wenn ich kein Shakespeare-Fan bin, bin ich doch der Meinung, das dieser Film definitiv nicht gutgenug für ein Shakespeare-Stück ist!

See you, Saskia xxx

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3 Kommentare zu “Filmkritik: Macbeth – nicht gelungen!

  1. Shakespeare hätte (hat) sich im Grab umdrehen (können) 😀
    Stimme dir 100% zu ^^
    Hoffentlich kauft kein Lehrer den Film als Unterstützung im Unterricht:p

    Gefällt mir

  2. Du hast ja so recht! 😀
    Und ich dachte es würde nur an meinen Englischkentnissen liegen, dass ich den so komisch finde xD

    Naja, immerhin aus filmischer Sicht ein sehr interessantes Werk…😏😀

    Gefällt 1 Person

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