Weihnachten in „England“

Wie versprochen habe ich noch mehr Weihnachtsgeschichten auf Lager. Gestern habt ihr im allgemeinen erfahren, wie ich als Kind Weihnachten gefeiert habe, heute erzähle ich euch (so in etwa), wie wir vor drei Jahren in England gefeiert haben (dazu muss ich aber noch sagen, dass es gut sein kann, dass ich ein bisschen was von anderen Malen dazu mische, weil ich schon öfters Weihnachten dort gefeiert habe und naja, da bringt man schon mal Sachen durcheinander :D).

Saskia zu Weihnachten in England (2012):

Es ist Heiligabend und ein herlicher Duft geht durchs Haus, alle sind irgendwie beschäftigt, hauptsächlich mit kochen. Nachdem der letzte Kirchenbesuch zu Weihnachten in England ein totaler Reinfall war, haben sie sich dazu entschieden es dieses Jahr einfach bleiben zu lassen. Besser so, bevor ich wieder während der Messe einschlafe…

Etwas mürrisch deckt Saskia den Tisch und denkt an die wundervollen Zeiten zurück, als von ihr nicht erwartet wurde an Weihnachten mitzuhelfen. Kind müsste man sein… Aber nun gut, was sein muss, muss sein.

Irgendwann ist soweit alles fertig, die Vorspeise ist verputzt und Saskia muss sich nur noch kurz in die Küche stellen und ihre Tofusteak braten. Etwas neidisch nimmt sie den Duft des Bratens wahr, besinnt sich aber wieder.

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Die duftenden Teller und Schälchen werden auf den Tisch gestellt und jeder nimmt sich, was er braucht… also reichlich. Für Saskia natürlich alles mit extra viel Soße.

Wie die englische Tradition verlangt, liegen Knallbonbons auf dem Tisch bereit, um „geknallt“ zu werden. Nichts leichter als das! Gegenseitig zieht jeder an seinem Ende vom Bonbon und lässt den Inhalt das Kerzenlicht erblicken. Wie immer sind süße, unnötige Kleinigkeiten darin zu finden, samt Spruch und Krönchen.

Jeder setzt sein Krönchen auf und dann wird sich endlich dem Essen gewidmet (ich bin mir sicher, dass Saskia schon in einem unbemerkten Moment etwas stibitzt hat, aber psssst!). Das Essen zerläuft ihr im Munde und sie schlägt sich den Bauch so voll es nur geht. Zum Nachtisch gab es dann so einen unglaublich leckeren, in Flammen stehenden Pudding, oder was das auch war.

Da wir hier ja in England sind, gibt es die Geschenke auch erst am nächsten Weihnachtsmorgen. An diesem Abend werden eigentlich nur noch die Strümpfe an den Kamin gehängt.

Viel zu früh wacht Saskia auf und macht sich auf den Weg nach unten. Na toll, keiner wach! Dann heißt es wohl warten und… Tee trinken. Voller Vorfreude und Ungeduld setzt sie sich in den Wintergarten, liest und wartet unendlich lange, bis alle wach sind.

Als es dann endlich soweit ist… gibt es erst Frühstück! Typisch Erwachsene! Zumindest werden währenddessen schon die Strümpfe geleert, die sich in der vergangenen Nacht auf magische Weise mit Süßigkeiten und Obst (wie gesagt, typisch Erwachsene) gefüllt haben. Saskia verschlingt gierig nur ein Toast, in der Hoffnung, den langen Prozess des Wartens zu verkurzen, doch der Rest scheint nicht annähernd so ungeduldig zu sein und gönnen sich noch komische Pfannkuchen-Toast, die sie im Kaminfeuer „grillen“.

Irgendwann haben sie dann doch erbahmen und bewegen sind Richtung Weihnachtsbaum, wo dass Warten aber noch kein Ende hat, weil man ja noch alles Mögliche machen muss.

Dann ist er aber gekommen. Der Moment des Auspackens (gefühlt ist es schon wieder Abend). Nach der Reihe bekommt jeder immer ein Geschenk und muss warten, bis er mit Auspacken an der Reihe ist. Nervenaufreibend! Desto mehr Geschenke ausgepackt sind, desto schneller geht es, da irgendwann nur noch Pakete für ihren Bruder und Saskia übrig sind und ganz am Ende, sind nur noch ein paar Geschenke für Saskia übrig. Das ist das Ergebnis, wenn man sich viele Kleinigkeiten und nicht wenige große Dinge wünscht. Gekonnt!!


 

Habt ihr schon einmal in einem anderen Land Weihnachten gefeiert? Habt ihr dann auch deren Traditionen mit übernommen?

See you, Saskia xxx

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4 Kommentare zu “Weihnachten in „England“

  1. Das hört sich echt toll an! Ich war ein Jahr lang mal in Amerika und habe dort mit meiner Gastfamilie typisch amerikanisch gefeiert. Es ist ähnlich abgelaufen wie du in England schilderst mit Bescherung am /25., im Kreis werden Geschenke nacheinander aufgemacht etc.:) so richtig übernommen habe ich leider nicht wirklich was davon. Aber so Kleinigkeiten sind doch bei mir jetzt fest verwurzelt. Beispielsweise haben meine Gasteltern für ihren Baum immer ein neues Ornament pro Jahr. Ich fand das süß und mache das jetzt auch bei meinem. Auch versucht meine Familie nun, nicht gleichzeitig die Geschenke aufzumachen. So bekommt man all die Reaktionen auf die Geschenke mit und fokussiert auch schön auf eine Person:)

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  2. Pingback: Weihnachten in “Australien” | lifewithsaskia

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