Weihnachten in „Australien“

Ich würde mal behaupten, von allen Weihnachten, die ich bis jetzt gefeiert habe, war dies das Besonderste. Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, im Sommer Weihnachten gefeiert zu haben?

Ihr werdet eventuell feststellen, das dieses Weihnachten einige Paralellen mit dem Weihnachten davor in England aufweist, was möglicherweise daran liegt, dass die dort recht ähnlich feiern. Aber hey es waren um die 30 Grad an Weihnachten!

Nicht zu fassen, wer steht bitte freiwilig an Heiligabend so früh auf? Saskia schaut missmutig auf ihr Handy, dass sie auf penetrante Art und Weise dazu bringen will aufzustehen. Aber gut, was sein muss, muss sein, immerhin haben sie einiges vor. Sie dreht sich um, und wird von der strahlenden Sonne angelächelt. Ist gut, ist gut!

Ehe sie sich versieht steht sie mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrer Oma mit Badesachen und Sonnencreme am Hafen und wartet darauf, dass es endlich los geht. Mit ihnen warten noch einige andere Leute, die genauso aufgeregt zu sein schein und wenn Saskia sich nicht verhört hat, sind auch andere Deutsche dabei.

Sobald sie an Bord sind, legt das Boot ab und jeder bekommt einen Neoprenanzug in die Hand gedrückt. Während ihr Bruder erst noch einen passenden Anzug finden muss, weil er einfach zu groß ist, hadert Saskia noch mit sich, ob sie sich das gleich wirklich traut.

Ein wirklich süßer Typ erklärt allen, wie das ganze gleich ablauft und ehe sie es sich anders überlegen kann, schwimmt sie schon neben ihrer Oma im Wasser, hält sich an einem Seil fest, mit dem sie hinterm Boot hergezogen werden und entdeckt den ersten Delfin. Heilige Scheiße, ich schwimme gerade wirklich mit echten, lebendigen, wilden Delfinen!

Noch ein/ zwei Mal gehen Saskia und ihre Oma ins Wasser, danach beobachten sie nur noch die Delfine und Leute vom Boot aus und machen schöne Fotos.

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[Jetzt aber zum eigentlichen Weihnachten… naja, zwischen Schwimmen-mit-Delfinen und Abendessen, waren wir noch im Wildpark mit Kangarus und allem drum und dran…]

Etwas erledigt von der Hitze im Winter und den tierischen Aktivitäten des Tages pflanzt Saskia sich in einen Stuhl auf der Terasse von den Verwandten, die dort in Adelaide wohnen (Y gehört das Haus, ihre Schwester K und ihr Freund B waren zu besuch und deren Eltern waren auch da) und entspannt einfach nur. Ein himmlischer Duft vom Grill weht zu ihr rüber und das Wasser läuft ihr im Mund zusammen. Ein BBQ an Heiligabend hatte sie wirklich noch nie. Und auch wenn es ein langer Tag war sitzen sie alle noch lange auf der Terasse, erzählen vom Tag und vom Leben, bis sie irgendwann zurück ins Apartment fahren, um dort entgültig erledigt ins Bett zu fallen.

Wäre der vorherige Tag nicht so lang gewesen wäre Saskia vielleicht früher wachgeworden, aber Jetleg und Müdigkeit hindern sie daran. Immerhin muss sie so nicht so lange auf die anderen warten.

Als sie das Wohnzimmer betritt muss sie erstmal lachen, da ihre Mutter, weil sie keinen Baum dort hatten, mit einer Lameta-Girlande einen Weihnachtsbaum ans Fenster geklebt hat. Kleine Schkoladenschneemänner stellen die Kugeln dar. Nur leider hatte sie nicht bedacht, dass es in Australien heiß ist und die Sonne eiskalt (bzw. wirklich warm) durch eben dieses Fenster knallt. Die Schokolade war denentsprechend geschmolzen.

Unter dem „Weihnachtsbaum“ lagen einige Geschenke und ohne Umschweife machen sie sich ans Auspacken. Zufrieden und trotz Frühstück, hungrig machen sie sich wieder auf den Weg zu den Y, um dort, mit himmlischem Essen, traditionell Weihnachten zu feiern.

Nach dieser wirklich coolen und lustigen Familienfeier [warum müssen die nur so weit weg wohnen?] sind sie noch mit Y und K zum Strand gefahren und waren wahrhaftig an Weihnachten im Meer schwimmen!


 

Ich könnte noch viel, viel mehr und auch ausführlicher erzählen, aber das würde dann etwas zu lang werden, aber ich spiele mit dem Gedanken quasi eine „Saskia im Australien“ Reihe zu schreiben, wo ich euch erzähle, was wir alles so erlebt haben… Aber ich muss euch vorwarnen, dass ich nicht mehr alles ganz genau weiß und nur mithilfe von Kalender und Fotos die Geschehnisse rekonstruiere. 😀

See you, Saskia xxx

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2 Kommentare zu “Weihnachten in „Australien“

  1. Pingback: 10 Dinge, die ich nie vergessen werde | lifewithsaskia

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