Patrycja Spychalski im Gespräch

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Quelle: von Patrycja persönlich 😉

Leute, ich habe hier was richtig, richtig tolles für euch, worauf ich auch echt stolz bin und ich vor Freude platzen könnte. Die wundervolle Autorin meines aktuellen Lieblingsbuch „Bevor die Nacht geht“ Patrycja Spychalski  hat eingewilligt ein paar Fragen von mir für meinen Blog zu beantworten! *Wup Wup* Sie ist wirklich super nett und nimmt sich für ihre Leser die Zeit die eben nötig ist, was nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Bei Gelegentheit solltet ihr auf jeden Fall mal in eines ihrer Bücher reinschauen (ganz neu auf dem Markt und auch empfehlenswert: „Heute sind wir Freunde“) und im Idealfall auch lesen!

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal ganz viel Spaß beim lesen des Interviews:

Wie kam es zur Veröffentlichung deines ersten Buchs? Hattest du Hilfe/ Unterstützung? Wie bist du an einen Verlag gekommen?

Ich habe damals „Ich würde dich so gerne küssen“ für mich selbst geschrieben und aus einer Laune heraus an einen Filmproduzenten geschickt. Der konnte das Buch zwar nicht verfilmen, hatte mir aber eine Literaturagentin vorgeschlagen, die er kannte. Diese Agentin hat das Buch dann gelesen und wollte mich daraufhin vertreten. Es dauerte nicht lange, da fand sie für mich den cbt-Verlag, der an einer Veröffentlichung interessiert war. Von da an begann ein längerer Prozess (Lektorat, Covergestaltung, etc.) und nach etwa einem Jahr stand das Buch dann in den Buchläden.

Hast du irgendwelche Tipps für junge „Autoren“, die auch ein Buch veröffentlichen wollen?

Ruhig auch mal „ungewöhnliche“ Wege einschlagen. Ich hätte wahrscheinlich auf traditionelle Weise keinen Verlag gefunden, da die Verlage selten unaufgefordert eingesandte Manuskripte prüfen. Über den Umweg mit dem Filmproduzenten hatte ich dann aber viel Glück an die richtigen Stellen zu geraten. Also: schreiben, Kontakte nutzen, ein wenig Geduld mitbringen, sich nicht entmutigen lassen, weiterschreiben.

Was inspiriert dich zum schreiben? Hast du irgendwelche tricks die dir aus einer Schreibblockade helfen?

Ich hatte echt noch nie eine Schreibblockade. Wenn die Idee erst mal geboren ist, fällt es mir relativ leicht sie aufzuschreiben. Am meisten inspiriert es mich, wenn ich meinen Schreibort wechsle. Ich schreibe mal Zuhause, mal in einer Bar, im Park, im Café, am Wasser. Die neuen Eindrücke inspirieren mich dann zu weiteren Ideen. Hin und wieder auch Musik hören, um mich in die Richtige Stimmung zu versetzen.

Wie lange dauert es bei dir (von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung) ein Buch zu schreiben?

Ich brauche mittlerweile etwa 8 Monate um ein Buch zu schreiben (das erste hat damals länger gedauert, fast 1,5 Jahre). Wenn das Manuskript fertig ist, wird es aber nochmal überarbeitet, mit Hilfe meiner wunderbaren Lektorin, die ich über alles verehre. So vergehen weitere 8 Monate, bis das Buch dann endlich erscheint.

Haben einige der Charaktere in deinen Büchern auch einen realen Hintergrund?

Ich lehne meine Figuren oft an Menschen an, denen ich begegne. Nicht unbedingt Freunde, sondern eher Menschen, die ich kurz mal in der Bahn sehe, auf einem Konzert oder bei Gesprächen belausche. Meistens lösen diese Menschen etwas in mir aus und geben Impulse für die Buchfiguren. Die Ausnahme ist da mein erstes Buch. Das habe ich sehr stark an mein eigenes Leben angelehnt und an das Leben von Menschen, die mich eine Zeitlang begleitet haben. Ich glaube, das merkt man beim Lesen auch.

Kannst du in deine selbstgeschriebenen Bücher genauso eintauchen, wie in Andere, oder bist du da eher objektiv?

Während ich sie schreibe unbedingt. Da bekomme ich gerne mal gerötete Wangen, wenn ich eine Liebesszene schreibe zum Beispiel. Allerdings, wenn das Buch dann fertig ist, lese ich es nicht mehr wieder.

Welches deiner eigenen Bücher ist dein Liebling?

„Ich würde dich so gerne küssen“ ist mein Erstling und war etwas ganz Besonderes. Es ist sehr persönlich und war der Anfang meiner Autorinnen-Laufbahn. Deshalb hängt mein Herz sehr daran. „Bevor die Nacht geht“ ist meine persönliche Liebeserklärung an Berlin. Es war mir ein großes Anliegen diesen wunderbaren Plätzen ein Denkmal zu setzen. Den meisten Spaß beim Schreiben hatte ich bei „Heute sind wir Freunde“, einfach weil es sehr schön war aus 5 verschiedenen Perspektiven zu schreiben. Bei diesem Buch fühlte ich mich sehr frei und im Fluss.

Was sind ganz allgemein deine liebsten Bücher?

Ich lese sehr gerne die Klassiker. Dostojewski, Kafka, Shakespeare.

Ich liebe aber auch Haruki Murakami, Connie Palmen, Sylvia Plath.

Großen Spaß habe ich bei den Büchern von Charlotte Roche.

Das Buch, das mich neulich am meisten beeindruckt hat, war Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf.

Wenn dir angeboten wird eines deiner Bücher verfilmen zu lassen, würdest du das Angebot annehmen? Welches Buch sollte es sein? Und hättest du irgendwelche „Anweisungen“ die dir wichtig wären?

Ich würde es lieben, wenn ein Buch von mir verfilmt werden würde!!! Welches, ist mir eigentlich sogar egal, solange Leonardo DiCaprio von vor 20 Jahren (also in der Zeit als er Romeo gespielt hat) eine Rolle übernimmt!

Neuer OrdnerWenn es ein Buchcover für dein Leben geben würde, wie würde es aussehen?

Ein unscharfes Polaroid-Foto, irgendwas mit Meer und Kerzenschein und Gitarre.

(Ich habe mich dann mal direkt ein Cover entworfen… :D)

Und jetzt noch ein paar bücherunabhängige Fragen:

Was ist dein größter Traum?

Für eine Weile in Kalifornien zu Leben. In San Francisco ein Buch zu schreiben und die restliche Zeit durch das Land fahren, auf einsamen Landstraßen, in billigen Motels schlafen, in roten Felsen klettern, in meterhohen Wellen baden und fettige Burger essen.

Was macht einen perfekten Tag aus?

Ein ausführliches Frühstück in einem Straßencafé, mit Kopfhörern auf den Ohren auf dem Rad durch die Stadt fahren, während der Fahrtwind einem die Haare zerzaust, liebe Menschen treffen, im Park am Wasser sitzen, Kaffee aus Pappbechern trinken und über Serien reden, das Kind aus der Schule abholen und über Superhelden-Kräfte philosophieren, Kino, Tacos mit Salsa und Käsesoße, ein lautes Rockkonzert.

Welche Superkraft hättest du gerne?

Unsichtbar machen! Damit ich im privaten Leben unterschiedlichster Menschen reinschmulen kann – ich vermute, das wäre unendlicher Stoff für die besten Geschichten.

Was würdest du sagen, wenn du die Möglichkeit hättest mit allen Menschen auf der Welt gleichzeitig zu reden?

Wie ich mich so kenne, würde ich wahrscheinlich rot anlaufen und sprachlos bleiben. Auch ein Grund, weshalb ich lieber schreibe.

Vielen, vielen Danke an Patrycja für die tollen Antworten; das ist mein erstes Autoren-Interview überhaupt und ich bin echt stolz wie ein Honigkuchenpferd! 🙂

See you, Saskia xxx

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6 Kommentare zu “Patrycja Spychalski im Gespräch

  1. Pingback: Blogibirthday – Highlights | lifewithsaskia

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