Rezension: Alles, was ich sehe

Ein überschwängliches HALLO meinerseits von der anderen Seite der Welt! BÄM, TAKE THAT!

Ich bin gut angekommen, sitze jetzt im Hostel und hoffe, dass der Beitrag gleich online gehen kann, ohne Probleme. Aber es geht nicht um Australien oder mich, sondern um ein FANTASTISCHES BUCH, welches ich von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen habe und ich sage hiermit einmal fett DANKE!!

alleswasichsehe

Carlsen.de

 

Titel: Alles, was ich sehe

Autor: Marci Lyn Curtis

Verlag: Carlsen

Format: eBook

 

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Maggie ist seit 6 Monaten blind und alles andere als „zufrieden“ damit. Ihr neues Leben fühlt sich für sie gar nicht mehr nach einem Leben an, sondern nach einer riesen Last, die auf ihren Schultern, ach, ihrem ganzen Körper, lastet.

Und dann taucht plötzlich der vorlaute aber unglaublich liebe 10 Jahre alte Ben auf, der wortwörtlich ihr Lichtblick in der Finsternis ist. Denn es ist als würde er eine „Sichtblase“ um sich herum tragen, die sich immer weiter ausbreitet, sprich: Maggie aka Thera, kann alles in seiner unmittelbaren Umgebung wirklich SEHEN!

Und ganz zufällig ist auch noch sein Bruder (Mason) der Leadsänger ihrer absoluten Lieblingsband. Bei den ganzen Vorkommnissen, ist es da verwunderlich, dass Mason an Maggies Ehrlichkeit zweifelt? Irgendwie wird mit ihrem „Lichtblick“ alles auch noch mal ein ticken komplizierter.

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KRASS! Das Thema, um das es geht hat mich schon sofort begeistert, weil es –Himmel sei Dank – mal nicht eine der vielen Standartgeschichten war. Es geht um viel mehr als eine dämliche Liebesgeschichte. Es geht um ihre Blindheit, ihre Ängste, ihre Sorgen, um Krankheiten und Trauer, um Freundschaften und Liebe, um Familie, Vertrauen und Hoffnung. Das Buch ist mehr als ein paar dahergeschriebene Worte, es ist herrlich ehrlich und lebendig.

Also es ist nicht nur das ungewöhnliche Thema „Blindheit“ mit einem Hauch von „Fantasy“, sondern eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und wirklich was aussagt.

Zu sagen hat vor allem auch Maggie was. Ihr Leben ist scheiße und davon ist sie fest überzeugt. Sie hat vor 6 Monaten nicht nur ihr Augenlicht verloren, aber auch ihre Freunde, ihre Lebensfreude, ihre Leidenschaft Fußball und sogar ihre Familie. Ob sie sie weggestoßen hat, oder sie sie verlassen haben, darüber lässt sich streiten, aber vermutlich ist es eine Mischung aus beidem. In ihren Augen macht ihr Leben keinen Sinn mehr und ganz ehrlich, man kann es ihr nicht übel nehmen.

Und trotzdem, oder gerade deshalb, hat sie diesen trockenen, sarkastischen Humor, der mich Seite für Seite von den Socken gehauen hat. Sie ist schonungslos ehrlich und ihre Zunge ist einige Male schneller als ihr Sprachfilter.

Aber, wenn ich zu Beginn tatsächlich dachte, dass sie meine Lieblingsperson sein wird, habe ich mich getäuscht. Auch wenn es nicht einfach ist, hat Ben es mit seiner fröhlichen, direkten Art geschafft sich in mein Herz zu quasseln und glaubt mir Leute, euch würde es auch so gehen!

Die ersten paar Sätze die aus seinem Mund kamen, nahm ich noch skeptisch entgegen, denn ich war nicht der Meinung, dass ein 10 jähriger Knirps so reden würde, aber HollaDieWaldfee, der hat eine große Klappe und ein noch viel größeres Herz! Er hat schon viel zu viel für sein Alter erlebt, aber er hat seine Art damit umzugehen. Oh und er ist super-duper schlau!!

Ok, und dann ist da noch der Bruder von Ben, Mason. Er ist zwar auf den ersten Blick schon ein kleiner „Bad Boy“, also wie halt der Leadsänger einer superbeliebten Band so ist. Aber das ganze Täuscht! Und selbst WENN er es wäre, wäre es ok, weil Maggie eben kein „Good Girl“ ist. Aber sein Getue ist nur Fassade, weil er, genau wie Ben schon einiges durchgemacht hat und somit große Verlustängste und Beschützerinstinkte seiner Familie gegenüber entwickelt hat. Kann man ihn da verübeln, dass er Maggie nicht ganz über den Weg traut? NEIN!

Und jetzt stellt euch vor, nicht nur Thema, Story und Personen sind genial, nein, auch der Schreibstil ist grandios! Ich habe mich die ganze Zeit ohne Probleme in Maggie hineinversetzen können und habe mit ihr gefühlt. Oft habe ich mich weggeschmissen vor Lachen, aber glaubt es oder nicht, ich habe sogar ein paar Tränen verdrückt (was wirklich am Buch und nicht an der Tatsache, dass ich im Flugzeug auf dem Weg in ein neues Leben saß, lag!).

Das ganze Buch ist unglaublich lebendig und ehrlich, dass es mir die Sprache verschlagen würde, wenn ich euch nicht mitteilen wollen würde, wie ich es finde. You know?!

Also KAUFT EUCH AUF JEDEN FALL DIESES BUCH UND JEDER DER DAS BUCH NICHT MAG KANN JETZT GEHEN!

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SPOILERARLAM:

Es gab nur eine Sache, die mich zwar unglaublich gefreut hat, aber irgendwie auch enttäuscht. Um Ben steht es wirklich, wirklich schlecht und glaubt mir, es gibt niemanden, der mehr verdient hätte zu leben, als Ben, aber es hätte auch zum Buch gepasst, wenn es in der Hinsicht einfach mal kein Happy End gibt. Aber ich beschwere mich gar nicht, denn Ben hat es WIRKLICH VERDIENT!

See you, Saskia xxx

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12 Kommentare zu “Rezension: Alles, was ich sehe

  1. Hach, ich fand es auch so toll! Eben weil noch so viel mehr in der Geschichte steckt, als nur eine Liebesgeschichte oder eine Schicksalsgeschichte über Blindheit. Und Ben – da muss man wirklich keine großen Worte verlieren 🙂

    Liebste Grüße um die Welt!
    Leb dich gut ein und hab einen wunderbaren Start 😀
    Anna

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Hallo aus Hessen ans andere Ende der Welt 😀
    Mensch, das Buch hatte ich auch schon in der Hand. Ich weiß gerade gar nicht genau, warum ich es wieder weggelegt habe. Aber das werde ich in Zukunft mal ändern 😉
    :-*

    Gefällt 1 Person

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