Rezension: Klippen springen

Ich finde es durchaus cool, das Buch genau in der Stadt gelesen zu haben, in der es spielt: Sydney!! Gekonnt, würde ich mal sagen!

klippenspringen

buecher.de

 

Titel: Klippen springen

Autor: Claire Zorn

Verlag: Thienemann

Format: E-Book

Besonderes: Reziex (DANKE @NetGalley)

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Hannahs Leben ist ohne zu übertreiben einfach nur grauenvoll. Sie wird von ihrer Familie übersehen, von der gesamten Schule gemobbt, steht ohne Freunde da und ihre Schwester wollte nicht einmal, dass man weiß, dass sie Geschwister sind.

Als diese vor etwa einem Jahr bei einem Autounfall vor Hannahs Augen starb, hat sich zwar einiges geändert, aber besser ist es trotzdem nicht geworden. Ihre Eltern sind depressiv und nur mäßig vorhanden, Freunde hat sie noch immer nicht, auch wenn es scheinbar ein unausgesprochenes Gesetz gibt, welches besagt, dass Hannahs, die ihre Schwester verloren haben, nicht mehr gemobbt werden dürfen.

Nur einer scheint nicht dem „Wir mobben sie zwar nicht mehr, aber hassen sie trotzdem“-Club angehören zu wollen. Josh, der neue Mitschüler ist durchaus beliebt, hat eine große Klappe und ist nicht gerde der Musterschüler, aber immerhin hat er soziale Kompetenzen.

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Hannah aka Jane tut mir echt leid, denn irgendwie habe ich das Gefühl total zu verstehen, wie es ihr geht. Es wird gesagt, dass sie Sachen immer zu ernst nimmt und irgendwie verklemmt ist und ich komme nicht umher mich zu fragen, ob ich selbst nich auch so bin – mit dem Unterschied, dass ich nicht so krass gemobbt wurde! Sie ist misstrauisch allem und jedem gegenüber und ich kann das voll und ganz verstehen und doch verstehe ich nicht, wieso sie nicht schon vor Katies Tod die Schule, aber spätestens danach, gewechselt hat.

Katie ist, um es nett zu sagen, die schlimmste Schwester, die ich mir vorstellen kann! Nicht ein einziges Mal kam ein nettes oder aufbauendes Wort auf ihrem Mund, weder vor anderen noch Daheim. Ich kann und will sowas nicht verstehen, denn egal was, Geschwister sind halt… Geschwister! Da geht nichts drüber!

Aber HEY, es gibt ja zum Glück Josh, der mein Hoffnungsschimmer für die Menschheit darstellt! Es kann doch nicht angehen, dass er der einzige Mensch in gesamt Sydney -SYDNEY!!!- ist, der in sozialer Hinsicht nicht so verkorkst ist ein ganz normales Mädchen zu mobben, sondern einfach mit ihr redet und feststellt: „Wo ist euer Problem? Sie ist doch ein Mensch, wie du und ich, und cool!“; wobei er das Ganze natürlich viel lustiger, schlagfertiger und litherarisch sinnvoller feststellen würde.

Danke übrigens an die Autorin, dass es sich eigentlich Null um eine Liebesgeschichte handelt, sondern wirklich um Hannahs Leben. Keine kribbeligen Gefühle und Unsicherheiten (in dieser Hinsicht) was – versteht mich nicht falsch – durchaus auch seinen Reiz hat, aber eben auch nicht in jedem Buch!

Die Story ist krass und vielleicht nichts für Jederman, denn es wird nicht nur erwähnt, dass Hannah gemobbt wird, es wird ganz deutlich und schonungslos dargestellt, sodass es selbst ein Blinder mit Krückstock sehen kann. Gleichzeitig geht es aber um viel, viel mehr: Freundschaft (wenn man es so nennen mag – Referenz zu Charlotte > es muss am Namen liegen), Familie, Trauer, Verlust, Hoffnung, Depression, und und und…

UND TROTZDEM ist das Buch gut zu lesen, ohne in ein tiefes Loch zu fallen. Ehrlich gesagt gab es viele Stellen, wo ich wirklich lächeln musste – DANKE JOSH!

Es ist ein gutes und nicht bodenloses Buch und doch kann ich keine volle Punktzahl geben, weil es mich trotzdem nicht so aus den Socken gehauen hat, wie zum Beispiel „Alles, was ich sehe“ letzte Woche.

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See you, Saskia xxx

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Ein Kommentar zu “Rezension: Klippen springen

  1. Guten Morgen liebe Saskia,
    als ich auf Twitter gelesen hatte, dass du das Buch auf deinem E-Reader hast und es bald lesen würdest, war ich wirklich wirklich super gespannt, wie dein Urteil ausfallen würde, denn der Inhalt ist ja nun mal so gar nicht das, was die meisten auf den ersten Blick erwarten würden. Und ich kann dir nur zustimmen. Ich hatte während des Lesens, trotz der ernsten Thematik, nie das Gefühl, von einer bleiernen Stimmung erdrückt zu werden und ich glaube, genau das ist auch einer der Gründe, weswegen ich von dem Buch so begeistert war. 🙂

    Liebe Grüße
    Maike

    Gefällt 1 Person

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