How to: live as an AuPair

Down Under sagt: „G’day!“ – ehrlich gesagt höre ich kaum Leute, die das wirklich sagen, aber es ist halt irgendwie trotzdem so typisch Aussie… hach ja! ;D

Ich bin jetzt seit etwa zwei Monaten AuPair und ehm… ja ich habe schon ein bisschen was… mitbekommen, wie das Leben hier so sein kann.

Vorweg will ich aber gesagt haben, dass dies AUSSCHLIEßLICH MEINE Erfahrungen sind und somit nicht zu verallgemeinern sind! Bitte, Danke! Ich weiß von anderen AuPairs, dass es auch anders sein kann!! Das sind MEINE PERSÖNLICHEN Empfindungen und ich werde auch nicht alles niederschreiben, weil es halt privat ist, aber das allgemeine kann ich ja trotzdem mal erzählen. Wollte das nur deutlich gemacht haben!

Ich habe in Deutschland einige Schauergeschichten über AuPairs gehört und somit hatte ich schon etwas Angst, dass es vor allem mit den Eltern nicht funst, aber so wirklich Sorgen habe ich mir trotzdem nicht gemacht, immerhin habe ich meine Gastmutter ja schon kennengelernt und in tiefster Not hätte ich ja auch Verwandte vor Ort…

Jedenfalls ist ein Fall eingetreten mit dem ich nicht gerechnet hatte. Entgegen meiner schlimmsten Erwartungen habe ich absolut KEINE Probleme mit der Mutter, aber schon ein wenig mit den Jungs. Und jetzt versteht mich bitte nicht falsch, dass hier wird kein „Es-ist-alles-so-scheiße-ich-will-nach-Hause“ Beitrag, denn das ist nicht der Fall. Ich bin hart in nehmen und ziehe durch, was ich mir vorgenommen habe, aber es stimmt schon, es ist kein Zuckerschlecken.

Ich sage jetzt mal einfach so viel: es ist LAUT, nervenaufreibend, anstrengend und manchmal auch etwas deprimierend und verletzend, aber dann sind da auch die Lichtblicke, die schönen Momente. Die Momente, wo sie vergessen, dass sie einen ja scheiße finden und einfach lachen und Spaß haben. Und das sind die wichtigen Momente!

So ganz persönlich bin ich eher ein strenger Mensch, weil ich auch streng erzogen wurde und vielleicht auch, weil wir Deutschen sowieso etwas unentspannter sind als die Aussies, weshalb ich manchmal echt meine Augen aufreiße und meine Lippen fest zusammenpresse, um nichts unangebrachtes zu sagen. Aber ich habe nicht die Zügel in der Hand, wenn es um die Erziehung geht, also lebe ich damit, obwohl ich natürlich schon versuche das Ganze in eine… leisere Richtung zu lenken. Mal sehen 😀

An sich haben die Jungs einen ziemlich vollen Wochenplan, der Schule, Piano, Violine, Judo, Schwimmen und Hockey (im Winter) beinhaltet, was meiner Meinung nach ECHT VIEL ist! Zudem sind sie jedes zweites Wochenende beim Dad, was mir und der Mutter etwas Zeit zum Durchschnaufen gibt – Halleluja!

Wenn ich mich gerade nicht von den Jungs anschreien lasse (ich kann nicht glauben, dass ich als Kind auch so war, leider weiß ich es besser…) halte ich die Küche sauber, kümmere mich um die Spüllmaschine und Waschmaschine, räume deren Zimmer gelegentlich auf und gehe Einkaufen. Aber ich mache das meiste davon einfach automatisch, freiwillig, also hört sich das vielleicht mehr/ schlimmer an als es ist!

Ok, dass klingt irgendwie im Gesamten schon etwas negativ… hmm… ja es ist nicht so sonnig *ha!* wie ich es mir vorgestellt habe, aber es geht auch deutlich schlimmer, glaubt mir! Und immerhin habe ich ein wundervolle Gastmutter, die wirklich lieb ist – vielleicht etwas ZU lieb den Jungs gegenüber, aber guuuut.

Etwas, dass nichts mit meiner Familie hier zu hat, sondern mit dem AuPair-Dasein an sich, – zumindest was mich persönlich betrifft – ist, dass man selbst wenn man gerade „frei“ hat, trotzdem immer auf Rufbereitschaft ist. Um also wirklich ganz entspannt zu sein, ohne in Gedanken durchzugehen, ob da noch irgendwas ist, was ich machen könnte, müsste ich in die Stadt oder zu Freunden (Verwandten) gehen. Aber das ist ok! Man muss sich dessen einfach bewusst sein.

Mir geht es im Ganzen wirklich gut hier unten und ich bereue keinesfalls hier zu sein! Ich habe schon einiges gelernt, seit ich hier bin und mir ist bewusst geworden, wie dumm ich mich selbst als Kind verhalten habe und wie viel einfacherer es doch wäre einfach zu machen, was einem gesagt wird… Man lernt nie aus! Aber trotzdem könnt ihr mir glauben, dass ich mich aufs Reisen ab März freue, vor allem nach meiner Tour nach Alice Springs! *seufz*

Ohren zu, Faust in die Luft strecken und durchstarten!

Habt ihr irgendwelche Fragen zum AuPairDasein??!! Haut raus, ich gebe mein bestes sie zu beantworten!!

See you, Saskia xxx

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11 Kommentare zu “How to: live as an AuPair

  1. Also, ne Freundin von mir ist ja in England, ungefähr so lang wie du. Sie hat eigentlich ein entspanntes Leben da (zumindest das letzte Mal, als ich mit ihr geskyped hab, wars noch so). Ich denke also, es kommt irgendwie schon auf die Familie bzw. die Kinder an 😀
    Bei ist’s super, obwohl sie mit 3 Jungs zu kämpfen hat.

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  2. Ohhh, Kinder… Deshalb halte ich mich von denen noch ein Weilchen fern. Aber ich würd gern mal Patentante werden!! (Gut, dass meine Mädels das nicht lesen. Denen würde glatt die Luft wegbleiben 🙂 )
    Aber früher oder später werden sie schon auftauen und am Ende willst du vermutlich gar nicht mehr weg von dort!
    Zu meiner Gastfamilie in Amerika habe ich auch noch Kontakt. Und das seit mittlerweile über 10 Jahren!
    Also viel Spaß weiterhin (oder auch ein wenig mehr als bisher) und viele viele Sonnenstunden!!!
    LG Lisa

    Gefällt 1 Person

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