Crazy durch Melbourne

Die Spontanität scheint Besitz von mir zu ergreifen, jedenfalls hätte ich vor ein paar Monaten ganz sicher nicht ein Langes-Wochenende-Trip nach Melbourne gebucht, mit einer Person die ich zu dem Zeitpunkt, wo wir gebucht haben, nicht einmal 24 Stunden kannte. (Erinnert mich an den Outback-Trip :D)

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Jedenfalls bin ich letzten Donnerstag in der Früh zum Flughafen maschiert – na gut, ich bin mit dem Bus gefahren – und bin dort auf die wundervolle Pia gestoßen, die schon sehnsüchtigst auf mich gewartet hat (NEIN, ich hatte natürlich NICHT meinen Bus verpasst, was denkt ihr denn von mir?!).

dsc00786Ohne weitere Probleme sind wir dann in Melbourne gelandet, haben uns in den SkyBus gesetzt und sind in die City kutschiert worden. Von dort sind wir dann etwa eine halbe Stunde zum Hostel gelaufen, haben uns im Zimmer eingerichtet, sind einkaufen geschlendert und haben uns dann fix unser erstes Hostelfutter zubereitet (spektakuläre Nudeln, die nach 30 min zwar fertig waren, aber immer noch nicht gekocht haben, mit Pesto).

Mit extremer Verzögerung sind wir dann endlich zurück in die City und haben unsere Sightseen-Tour gestartet – haben vorher extra sämtliche Leute gefragt, welche Orte wir nicht auslassen sollten… mhmm…

St. Paul’s Cathedral: ganz hübsch anzusehen, aber nicht gerade was besonderes, da habe ich in England schon schöneres gesehen

Federation Square: was soll daran bitte so toll sein?!

Hoiser Lane: einfach nur MEGA COOL! Da hätte ich den ganzen Tag bleiben konnen! Graffitis faszinieren mich total und die sind da und allgemein in Melbourne einfach ÜBERALL! *Quitsch*

Eureka Skydeck: LOHNT SICH! LOHNT SICH! LOHNT SICH! Wir hatten eine fantastische Zeit und Aussicht da oben. Ganze 2 Stunden saßen wir da, haben der Sonne beim Untergehen zugesehen, unsere Lunch -ehm… Dinner?! – Pakete geplündert, Fotos gemacht, gelacht und uns darüber gewundert, dass einfach jeder Zweite da oben deutsch spricht.

Fast am besten und magischsten fand ich, als die Sonne schon untergegangen war und Pia und ich (wie schon die ganze Zeit) hinter der Glasscheibe auf dem Boden saßen, die Augen geschlossen und erst nach 5 Minuten geöffnet haben. Von der Dämmerung sind wir direkt in die Dunkelheit gebracht worden und es war einfach magisch plötzlich all die Lichter zu sehen. Also solltet ihr da oben sein, probiert es aus, dass macht das Ganze noch viel besonderer!

Berauscht von der Aussicht haben wir uns auf den Rückweg gemacht, wobei wir ganz sicher für ziemlich betrunken gehalten wurden (waren wir nicht!!!), nicht zuletzt weil wir auf dem Absatz kehrt gemacht haben, als wir einen gitarrespielenden Hasen-Typen gesehen haben. Lange Story, kurzer Sinn: wir sind beide völlig abgespaced!

Das „abgespaced“ haben wir im Hostel im Aufenthaltsraum dann weiter unter Beweis gestellt, als sich ein deutscher – wie sollte es anders sein – Typ zu uns gesellt hat. Der Arme!

Am nächsten Morgen hat sich aber herausgestellt, dass wir ihn vielleicht doch nicht soooo sehr verschreckt haben, jedenfalls hat er noch mit uns gesprochen und sich verabschiedet. Während er also unterwegs zur Great Ocean Road war, haben Pia und ich uns noch einmal auf den Weg zu Eureka Skydeck gemacht, um noch ein paar Fotos mit ihrem Lumann zu machen, denn sie am vorherigen Tag vergessen hatte.

Von da sind wir zum „Botanic Garden“ – dass ich nicht lache! – gegangen und haben uns vorm Shrine of Remembrance zum Picknick niedergelassen. Von da hat man übrigens auch einen schönen Blick auf die Skyline.

Mehr schlecht als recht haben wir es über einige „Umwege“ dann zum Brighton Beach geschafft. Unsere erste Reaktion war: „What the fuck? Wo sind wir den hier gelandet?!“ Der so angepriesene Strand war… ehm… ein Strand… nichts tolles. Na gut, es war der falsche Strand, aber selbst als wir dann am richtigen, mit den süßen Häuschen waren, hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.

Etwas enttäuscht sind wir dann zum St. Kilda Beach gedackelt und auch dort hielten sich die Freudensprünge in Grenzen. Es war zwar warm (also mir war warm, Pia sah mit dem Kaputzenpulli und unter dem Handtuch eher wie ein Penner aus) aber unglaublich windig, sodass wir uns schnell wie sandpanierte Schnitzel gefühlt haben. Aber Hey, immerhin haben wir abends Pinguine gesehen – von der Wasserwelle, die mich dann getroffen hat, reden wir jetzt einfach mal nicht.

Nachdem der Freitag eher ein mäßiger Erfolg war, lag all unsere Hoffnung auf unseren letzten Tag. Mit neu vorgegaukelter Energie haben wir uns dann auf den Weg zum Melbourne Star (London Eye in winzig) gemacht, haben aber enttäuscht feststellen dürfen, dass uns der Spaß viel zu teuer ist und sind dann lieber im danebenliegenen Habour Town (Outlet-Shopping-Area) untergetaucht.

Gegen Mittag haben wir uns dann mit der Canadierin, die ich auf der Outback-Tour kennengelernt habe, in ihrem Lieblingsdoughnutladen getroffen und sind dann danach noch durch die Fitzroy Street geschlendert. Ich hatte wirklich spaß und fand es sowohl toll sie wiederzusehen, wie auch die Gegend, die wir gesehen haben. Genau mein Ding! Nicht so ganz Pias Ding, was mir im Nachhinein wirklich leid tut, aber kann ich jetzt auch nicht ändern.

Noch von den letzten Tag geschafft sind Pia und ich dann wieder zum Hostel, haben geschlafen bzw gelesen, um dann frisch ausgeruht den Pinguinen am St. Kilda Beach noch eine zweite Chance zu geben. Und siehe da, soooo schlimm ist der Strand gar nicht, wenn man nicht in ein lebendiges Schnitzel verwandelt wird. Eigentlich ironisch, dass es am „heißen“ Tag viel windiger war, als am „kalten“…

Am nächsten Morgen sind wir dann nur noch wie Zombies in Herrgottfrühe zum Flughafen gelangt…

Und auch wenn sich das jetzt vielleicht nicht so anhört, wir hatten beide eine wirklich gigantische Zeit und sehr, sehr viel gelacht! Ohne Spaß, Pia und ich surfen einfach auf der selben Welle und ich freue mich einfach riesig endlich jemanden hier gefunden zu haben, bei dem ich nicht als einzige abgespaced bin. Wir sind beide völlig verrückt!! Das kam im Bericht vielleicht nicht immer so rüber, aber die Insider versteht ihr eh nicht und das geht euch auch gar nichts an! Glaubt mir einfach, wenn ich euch sage, wir hatten ein wirklich, wirklich geniales Wochenende und da war es egal, ob uns die Stadt jetzt überzeugt hat oder nicht…

Auf den nächsten Trip mit Pia! – der nicht lange auf sich warten lässt, trust me! Ist schon alles geplant! 😀 Morgen werde ich auch erstmal schön Rebecca (Outback-Tour) und Pia einander vorstellen, um dann mit beiden zusammen die nächste Reise zu planen! *Wuhuu* *freu*

Fragen zu Melbourne oder dem Wochenende oder was auch immer?! Schießt los!

See ya, Saskia xxx

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8 Kommentare zu “Crazy durch Melbourne

  1. Also erstmal kann ich nicht fassen dass du tatsächlich „Doughnuts“ schreibst…
    Ich weiß, das ist die britische Schreibweise, aber es sieht einfach FALSCH aus 😓 😀

    Naja wie auch immer 🙂 klingt ja wirklich super! Dann wünsche ich schon mal viel Spaß beim Planen des nächsten Trips! 😉
    LG Theresa

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  2. Schön, immer mal wieder Updates von dir zu bekommen.
    Ich war noch nie in Australien und fühle mich ein klein bisschen, als wäre ich auch mit von der Partie.
    Wünsche dir noch gaaaaaanz viel Spaß! Und ich hoffe, du findest noch einen Strand, der dich so richtig vom Hocker haut!! 🙂

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  3. Hallo liebe Saskia! Nun auch einmal auf diesem Wege! Ich habe es nun endlich mal geschafft, mir deinen Blog anzuscheuen 🙂 Nice, nice!
    Es macht einfach total viel Spaß mir dir die Leute abzuschrecken, weil wir so „abgespaced“ sind, wie du es nennst 😉
    Auf ganz viele weitere schräge Blicke!
    Dein Piicheen

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