Rezension: Running to you

Und „Hallo“ Klischee-Story…

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netgalley.de

Titel: Running to you – Bis zum Horizont und zurück

Autor: Lisa Jasmina

Verlag: Ullstein

Sonstiges 1: habe gerade gesehen, es ist der erste Teil einer Reihe *schmeißt theatralisch die Hände in die Luft und schreit „Neeeiiin, WIIIESO??“*

Sonstiges 2: ich habe dieses Buch von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen, DANKE!

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Stellas Leben war eigentlich ziemlich durchschnittlich und vielleicht etwas unspektakulär, doch dann wurde mit einem Tag alles anders und mit einer Begegnung alles viel komplizierter.

Ihre kleine Schwester hat die Diagnose „Blutkrebs“ erhalten und alles was Stella und auch ihrer Familie wichtig war ist auf die Gesundheit von Rosa geschrumpft. Und dann ist da plötzlich Valentin. Dunkle Aura. Schwarze Klamotten. Voller Tattoos. Doch aus irgendeinem Grund will ihr dieser problembelandene Typ nicht mehr aus dem Kopf gehen, dabei kann sie diese Ablenkung jetzt gar nicht gebrauchen.

Außerdem wissen beiden, dass sie aneinander zugrunde gehen werden, oder?!

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Es ist ja schon leicht ironisch, wenn man eine ausschweifende Diskussion über Klischees in Jugendbüchern mit Anna führt und dann nach einem Buch greift, welches quasi ein Paradebeispiel für Klischees ist. Versteht mich nicht falsch, an sich war das Buch gar nicht so übel, aber es gab halt alle paar Seiten so Situationen und Sätze wo ich nur genervt die Augen verdrehen konnte.

Fangen wir mal bei den Charakteren an.

Stella alleine ist schon ein Klischee, wisst ihr wieso? Klein. Hübsch. Naiv. Gutmensch. Pseudo-Stark. Unschuldig. Große Augen. Porzelanhaut. Kommt euch bekannt vor, oder? Ich konnte sie zwar schon gut leiden, weil sie an sich gut umgesetzt wurde, aber was richtig Neues war sie nun Mal nicht. Zudem hat mir teilweise die Tiefe gefehlt, vor allem im Bezug auf ihre Schwester. Natürlich hat sie immer wieder gesagt, dass das scheiße ist und sie nicht versteht wieso und blabla, aber mir hat da teilweise einfach ein bisschen… Authentizität gefehlt.

Das nächste Klischee lässt mit Valentin auch nicht lange auf sich warten. Eigentlich brauche ich ihn gar nicht beschreiben, weil ihr eh schon alle wisst wie er ausschaut, aber ich tue es trotzdem einfach mal: Schwarze Klamotten. Tattoos. Gebräunte Haut. Dunkle Aura. Aufreißertyp. Dunkle Augen. Dunkle Vergangenheit. Kennt ihr, gell?!

Das Einzige was vielleicht nicht ganz der Norm entspricht ist, dass er wegen Depression in Therapie ist, aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt ist das jetzt auch nicht soooo ungewöhnlich. Drogen (eher unfreiwillig) und Alkohol sind aber trotzdem gute Kumpels von ihm.

Und damit werfe ich jetzt einfach mal die Frage aller Fragen in die Runde: WARUM!?

Ohh, und haltet euch fest: die beiden können sich von der ersten Sekunde an (völlig unbegründet) nicht leiden und trotzdem, TROTZDEM Leute, treffen sie immer wieder auf einander und oh wunder, verlieben sich. *seufzer der schlechten Art*

Eigentlich ist damit die Geschichte schon erzählt, es kommt immer wieder zu Annäherungen und dann stößt er sie wieder weg, weil er ja so ein schlimmer Bub ist und sie ZWANGSLÄUFIG zerstören wird. Also BITTE! Was bilden sich die Kerle eigentlich alle ein, dass sie darüber entscheiden können, WAS das Mädel aushält und WAS NICHT?! Solche Charaktere zerstören völlig das WIRKLICHE Bild von Kerlen. Was ist mit den guten Jungs passiert? – Aber dazu wann anders mehr…

Charaktere – Klischee

Story – teils Klischee, sprich: alles was mit Stella und Valentin zu tun hat ist Klischee, nur der Teil wo Rosa ins Spiel kommt weicht etwas ab, wobei so tragische Krankheitsstories auch nicht von übermorgen sind.

Schreibstil – Es ist an sich leicht zu lesen und hätte ich mehr Zeit gehabt hätte ich es auch schneller gelesen, aber es ist halt auch nichts außergewöhnliches.

Ich mag es immer, wenn Bücher aus ihrer UND seiner Sicht geschrieben sind, weil dass beiden Hauptcharakteren gleich viel Wichtigkeit zuspricht und es das Ganze etwas abwechslungsreicher gestalltet, aber haltet euch fest, selbst das wird immer mehr zum Jugendbuch-Klischee… HA!

Und auch wenn ich eigentlich das Cover in meine Rezis nicht mit einbeziehe, können wir mal kurz darüber reden, dass der ach so düstere und schwarze Kerl in diesem Buch auf dem Cover eine ROTE Hose und ein KARIERTES Hemd trägt?! Ehm, whaaat?!

Klingt ziemlich negativ, ich weiß, aber erstaunlicherweise kann ich das Buch trotzdem ganz gut leiden. Die ganzen Klischees wurden halt irgendwie gut umgesetzt. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt, aber es ist keinesfalls ein schlechtes Buch! – Zum Teil war es auf jeden Fall schön, dass es ein wirklich offenes Ende hatte (bis ich gelesen habe, dass  es einen zweiten Teil gibt – danke dafür. NICHT!)

Somit gebe ich dreiEINHALB Herzchen!

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See you, Saskia xxx

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Ein Kommentar zu “Rezension: Running to you

  1. Schade, dass das Buch dich nicht völlig überzeugen konnte. Deine Kritik in Bezug auf Klischees kann ich gut verstehen. Aber als Debütautor ist man dafür vielleicht noch etwas blind. Zum Cover kann ich nur sagen, dass der Verlag da sehr viel Mitspracherecht hat. Natürlich ist es trotzdem schade, wenn es nicht so richtig zur Story passt.

    Und du hast völlig recht: Was ist aus den Good Guys geworden?

    Gefällt 1 Person

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