„Hey, schreib doch mal ein Buch über dein Leben in Australien!“

Immer dieser süße Moment, wenn Menschen glauben sie hätten gerade als Erster und Einziger eine zündene Idee. Also an Alle, die mir vorschlagen wollen, dass ich meine Erlebnisse hier doch in einem Buch festhalten solle:

DEN GEDANKEN HATTE ICH AUCH SCHON, DANKE!

australienbuch

Ich habe tatsächlich nicht auch nur darüber nachdedacht, meine lieben Freunde, neihein,  ich habe sogar schon angefangen… ganze zwei Mal schon, krass was?!

Hä, warte! Zwei Mal?!

Ja also, hier ist das Problem an der Sache: es ist verdammt noch mal nicht so einfach wie man sich das vorstellen mag. Und damit meine ich nicht das Buchschreiben an sich, denn ich habe schon ein (unveröffentlichtes) Buch geschrieben. Mein Problem ist vor allem, WIE ich es umsetzen soll. Das Ganze bringt einige Probleme mit sich, aber ich erkläre das mal einfach an meinen beiden Anfängen.

Meine erste Idee finde ich immer noch ziemlich cool und ich habe mich auch schon recht tief in die Charaktere hineingefunden. Also das Ganze wäre eine rein fiktive Geschichte mit zwei Freundinnen, die für ein Jahr nach Australien gehen und alles mögliche erleben.

Ich bin recht stolz auf meinen Anfang, weil er ziemlich gut gelungen ist, wie ich finde und ich mag die Chemie zwischen den beiden besten Freundinnen.

Wo mein verdammtes Problem liegt, wenn es mir doch so gut gefällt?

Das größte Problem ist, dass sie zu zweit sind. Wenn ich wirklich meine Erlebnisse in dem Buch unterbringen und verarbeiten will, müsste die Hauptperson alleine unterwegs sein, da ich vieles nur so erlebt habe, wie ich es erlebt habe, weil ich alleine war.

Daraufhin habe ich meinen zweiten Buchanfang ins Leben gerufen. Abgesehen davon, dass ich die Name ändere und die Dialoge nicht 1 zu 1 real sind, würde dass Buch ziemlich genau das erzählen, was ich wirklich erlebt habe. Ich habe mich hierbei noch nicht so tief in die Charaktere hereingearbeitet, aber das ist ja auch nicht nötig, weil ich von realen Personen erzähle…

So, hier habe ich vor allem ein Problem: Ich habe extreme Schwierigkeiten damit eine Balance zwischen Realität und Fiktion zu finden, da ich, sobald ich ein winziges Detail ändere direkt ein schlechtes Gewissen bekomme, dass ich ja gar nicht Wahrheit sage.

Ich muss sagen, es ist um längen einfacher eine fiktive Geschichte zu schreiben, wo die Charaktere beim schreiben selbst noch rausfinden, was sie machen und wie die Story weitergeht. Während ich von der Realität schreibe kann ich nicht meiner Fantasie freien Lauf lassen, sondern krame bloß in meinen Erinnerungen.

Für mich persönlich fände ich es schön, wenn ich es schaffen würde meine zweite Buchvariante umzusetzen, einfach weil es eine schöne Erinnerung wäre, wenn ich alt und schrumpelig bin. Und ganz ehrlich, langweilig wäre das Buch nicht!

Im Moment bin ich etwas am Verzweifen, weil ich echt gerne ein Buch über meine Erlebnisse schreiben würde, aber ich weiß einfach nicht wie und ich will mich auch nicht zwingen müssen.

Ich habe auch schon überlegt, ob ich bei meiner ersten Idee einfach nur eine der Freundinnen für längere Zeit in Australien lasse, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich das Gefühl, dass die Beiden zusammen gehören und es verdient haben zusammen in einer Geschichte aufzutauchen. Also auch wenn sie nicht MEIN Australien wiederspiegeln werden, ich bin mir sicher, dass sie dennoch am Leben erhalten werden.

So, jetzt brauche ich eure Hilfe!!!:

Hattet ihr schon so eine Situation?

Was würdet ihr lieber lesen?

Habt ihr eine Idee, wie ich es sonst umsetzen könnte?

Wenn ich die zweite Variante verwirklich würde, würdet ihr erwarten, dass alles wirklich genauso passiert ist, oder hättet ihr nichts dagegen, wenn noch etwas dazu gedichtet werden würde?!

BITTE HELFT MIR!!!

See ya, Saskia xxx

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8 Kommentare zu “„Hey, schreib doch mal ein Buch über dein Leben in Australien!“

  1. Liebe Saskia
    Es kommt ganz darauf an, wie du deine zweite Idee vermarkten willst. Ist es eine Art Biographie à la „Mein Leben in Australien“, dann wünsche ich mir schon die Wahrheit. Schliesslich erzählen Biographien vom Leben eines Menschen und das wird in den meisten Fällen spannend genug sein. 🙂
    Wenn es aber in Richtung Roman geht, dann bin ich auch mit einigen fiktiven Elementen zufrieden. Am Anfang des Buches könntest du einen Vermerk machen, dass das Buch auf wahren Begebenheiten basiert, die Dialoge und Namen der Personen aber geändert wurden. Dann erwartet niemand die knallharte Wahrheit, hat aber dieses spannende Gefühl in sich, dass jemand so was in der Art wirklich erlebt hat.
    An deiner ersten Idee würde ich auf jeden Fall festhalten, denn wenn die Charaktere für dich so wichtig geworden sind, ist es schwer sie einfach fallen zu lassen oder die gute Geschichte umzuändern, damit du sie schlussendlich nicht mehr magst. Mein Tipp: Schreibe mal beide Ideen. Lass eine ruhen, wenn du nicht mehr weiterkommst. Wer weiss? Vielleicht finden sich dann eines Tages beide Bücher in einem Bücherregal wieder! 😀
    Liebste Grüsse
    Julia

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    • Danke erstmal für den langen und ehrlich gesagt hilfreichen Kommentar 🙂
      Es soll nicht wirklich eine Biografie werden, weil ich selbst absolut kein Fan von Biografien bin, also es wird so oder so ein Roman. Das mit „beruht auf einer wahren Begebenheit“ ist ein gutes Schlupfloch und hilft mir vielleicht dabei etwas Leihne zu lassen. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Huhu,

    natürlich wäre ein reales Buch schöner. Wir wissen ja nicht was dir passiert ist und was nicht. Wenn es real wäre, wüssten wir es genau. Aber genau aus dem Grund ist es eigentlich auch nicht schlimm, wenn mal was fiktives dabei wäre. Wie gesagt. Wir wissen ja nicht was passiert ist.

    Vermutlich hast du kein Tagebuch geführt, oder? Mein Vorschlag wäre sonst vielleicht in die Fitkiven Szenen ein wenig Tagebuchform mit reinzubringen um sie abzusetzen oder auch reale Szenen in Tagebuchform.

    LG corly

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  3. Hey🙋
    Also beides klingt ehrlich gesagt gut, aber wenn es ein Roman werden soll finde ich die oben schon genannte Idee der “wahren Begebenheit“ sehr ansprechend. Dann hast du vielleicht nicht diesen Druck, dass unbedingt jedes kleinste Detail der Wahrheit entsprechen soll. Bei den Dialogen kommt es ja nicht auf die genaue Wiedergabe an, sondern, dass die Geschichte zum Einen spannend bleibt und zum Anderen die Persönlichkeit der Charaktere widerspiegeln. Also so, dass du das Gefühl hast “ja, das wäre typisch xy“.
    Und die Eindrücke der Erlebnisse beschreibst du dann ja sowieso, wie du die Zeit in Australien und die Atmosphäre empfunden hast, denke ich 😀
    Ich hoffe, ich konnte dir da irgendwie weiterhelfen
    Liebe Grüße
    Regina

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    • Danke, ja das hat auf jeden Fall weitergeholfen 🙂 Ich hatte auch vorhin die Idee, dass ich nicht am Anfang anfange, weil ich beim schreiben das Problem hatte, dass der Anfang einfach nicht wirklich super spannend ist und es irgendwie kontraproduktiv ist, wenn schon der Anfang langweilig ist… der Hauptteil soll eh Dezember bis Februar werden, wo ich reisen war, weshalb ich für die drei Monate davor vielleicht einfach mit ein paar Rückblicken arbeiten werde ;D
      Werde wohl auch beide Ideen umsetzen, nur das der fiktive Roman dann auch wirklich fiktiv sein wird 😀

      Gefällt 1 Person

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