Meine Landkarten-Philosophie

Es gibt viele Thoerien über das Sein und wie es dazu kommt, dass wir WIR sind und blabla. man kann es mit Religionen begründen und man kann es mit Hilfe der Wissenschaft recht anschaulich darstellen. Aber seinen wir mal ehrlich, die Wissenschaft drückt sich doch eigentlich nur gekonnt davor das WIESO zu begründen, indem es pausenlos über das WIE redet. Die Religionen hingegen zerbrechen nur den Kopf über das WIESO und irgendwie kommen sie seit Ewigkeiten nur noch auf das grunglegen selbe Ergebnis: Gott, oder wie er sich auch nennen mag, hat es so gewollt. COOL.

Sooo, jetzt habe ich eine nicht allzu schlechte EInleitung, die zwar nur mässig zum eigentlichen Beitrag passt, aber egal. Es wird jetzt nicht um den Zwiespalt von Religion und Wissenschaft gehen, keine Sorge. Viel Mehr möchte ich euch darstellen, was für eine brilliante Idee in meinem Köpfchen herangewachsen ist.

-Perfektioniert habe ich meine Theorie übrigens zusammen mit Pia kurz vor Silvester auf der vierstündigen Fahrt zum Wave Rock hier in Western Australia.-

landkartenphilo

Man stelle sich das Leben an sich als eine Landkarte vor.

Wenn du gerade geboren wurdest ist deine Landkarte noch ziemlich klein. Vermutlich besteht sie zunächst nur aus wenigen Straßen, die auf Grund deiner Reflexe und Instinkte existieren. Mit der Zeit wird deine Landkarte immer größer, vor allem in deinen ersten Lebensjahren.

Hierbei vergrößert sich die Karte aber nicht NACHDEM du etwas erlebt und gelernt hast, sondern WÄHRENDDESSEN. Jedesmal wenn du eine Entscheidung treffen muss, kommst du an eine neue Gabelung und kannst wählen. Manchmal sind da bestimmt ganz viele Straßen die du nehmen kannst, manchmal ist da nur eine richtige Straße und ein kaum sichtbarer Feldweg. Teilweise siehst du den Beginn zweier Straßen und entscheidest dich den anscheinend einfacheren Weg zu nehmen, musst aber irgendwann feststellen, dass er vielleicht doch der Schwerere war, oder er ist unglaublich lang.

Manchmal drehst du wieder um und nimmst doch eine andere Abzweigung. Manchmal kommst du zum stehen und weißt nicht weiter. Du siehst nur noch grüne Wiesen, aber kein Ende. Bestimmt ignorierst du auch teilweise die Schilder, um verlässt doch den Weg, um die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen, oder einfach, um ein Abenteuer zu erleben.

Manche Straßen gehst du ganz alleine und auf manchen Wegen wirst du begleitet; hoffentlich von Menschen, die dich lieben, aber sicher auch teilweise von Menschen, die nicht dein bestes wollen. Die vor dir herlaufen und Steine auf den Weg werfen. Vielleicht kommt sogar irgendwann eine Person mit einer Dampfwalze auf dich zugerast und macht dich platt, sodass du wie eine Briefmarke am Boden liegst. Aber du schnappst dir einen Spachtel und scharbst dich vom Boden los, bis du wieder auf den Beinen stehst.

Wenn du dich verlaufen hast, taucht plötzlich ein neuer Weg vor dir auf, denn du vorher noch nicht entdeckt hattest.

Du hast die Wahl zwischen einer Autobahn, wo das Leben nur so an dir vorbeizieht, du aber eigentlich nichts siehst vom Leben, und der Landstraße mit vielen Abzweigungen, Hügeln und Wäldern, aber auch Spielplätzen und wunderschönen Aussichten.

Manche Straßen bleiben dicht beieinander und bilden ein Dorf oder eine Stadt, manche Wege führen aus der vertrauten Stadt heraus und suchen nach einem neuen „Projekt“. Viele Strecken können sich auch ähneln und manchmal läuft du einfach dieselbe Straße auf und ab.

Ich glaube ihr habt verstanden worauf ich hinaus will, oder?

Logischweise finde ich persönlich diese Vorstellung ziemlich schön und irgendwie auch schlüssig.

Ich selbst bin in den letzten paar Monaten auf vielen verschiedenen Weg unterwegs gewesen. Erst war ich gefangen auf einer langen Straße mit Dornenbüschen am Rand, die ganze Zeit begleitet von der Hoffnung, dass sich die Dornen endlich in Rosen verwandeln. Dann, als ich eingesehen habe, dass es dazu nicht kommen wird, habe ich endlich gesehen, dass es auch noch andere Weg gibt.

Der Highway, der mich auf direktem Weg nach Hause gebracht hätte wurde von mir gar nicht erste in Betracht gezogen, aber ich habe mich dazu entschieden dem Dornenpfad zu entfliehen, indem ich dem kaum einsehbaren Weg folge. Dieser Weg hat mich durch Berge mit atemberaubender Aussicht, aber auch sehr steiler Abhänge geführt. Ich bin vielem begegnet und ich habe die ein oder andere Straße genommen, die ich vor einem halben Jahr noch links liegen gelassen hätte.

Irgendwann kam der Moment, wo ich wieder auf einer sicheren Landstraße gelandet bin. Die Umgebung wurde mir immer vertrauter, aber ich habe es mir nicht nehmen lassen auch mal ein paar kleine „Umwege“ über die nahegelegten Schleichwege zu machen.


Sooooo, wer erraten kann, welcher der Straßen von mir für welche Zeit hier in Australien steht, bekommt 100 Gummipunkte von mir! 😀

UND was haltet ihr von meiner Philosophie?!! Gut, gell?!

Falls ihr mögt, würde ich mich sehr darüber freuen zu erfahren, wie eure Straßen im Moment so ausschauen, bzw. welche Straßen schon alles in eurem Leben vorkamen?!

See ya, Saskia xxx

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6 Kommentare zu “Meine Landkarten-Philosophie

  1. Pingback: Dornenwege und so… – Määds Books

  2. Wow! Was für ein Text! Ich wollte gerade anfangen, einen ewig langen Kommentar hier zu hinterlassen, aber dann habe ich das Thema doch für einen neuen Blogpost aufgegriffen. Ich hoffe, das ist okay für dich 😉
    Liebe Grüße,
    Medea

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  3. Richtig cool *_* Mein Leben gleicht zur ZEit einer Autobahn… oder besser auf Zugstrecken :DD aber keine Angst ich halte oft genug an in Hängematten und Wg Zimmern… in Büchern und Partys… sehe also noch genug 😉 Jetzt ist Urlaub, also für ein paar Tage aufenthalt hat der Zug angehalten :* love you

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  4. Hört sich richtig gut an. Wäre auch so gerne mal in Australien. Steht auf jeden Fall auf meiner TODO-Liste. Ich finde du hast mit den Straßen ein gutes Mittel gefunden um den Lauf eines Lebens zu skizzieren. Ich gehe gerade eine Straße, die im Moment noch ziemlich gerade ist. Ich denke man kann durchaus von einer Autobahn reden. Aber in Kürze kommt die Abfahrt in eine unbekannte Gegend. Folgende Dinge stehen diesen Sommer an: Meine Frau fängt ihr Ref an, ich fange eine neue Arbeitsstelle an, wir ziehen um, wir ewarten ein Baby, wir kaufen uns ein neues Auto. Es wird sich sehr viel ändern diesen Sommer und ich bin mega gespannt.

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