Versatile Blogger Award

!Achtung, es wird tiefgründig!

Wie eigntlich immer habe ich vor einer halben Ewigkeit einen Beitrag bei der zauberhaften Itchy gelesen und da ich mich zu den Guardians of the Books zähle, habe ich ihr auch direkt zugesagt, dass ich mitmache. Was ich mitmache, fragt ihr euch?!

Das Ganze nennt sich „Versatile Blogger Award“ und beudeutet soviel wie: Beichte 7 Dinge über dich selbst! Ich werde mir Mühe geben Sachen preiszugeben, die ihr womöglich noch nicht über mich wisst, was für die treuen Leser unter euch durchaus eine Herausforderung sein wird, da ich schon ziemlich viel von mir hier preisgegeben habe… aber let’s do this! Ich werde schon fündig werden.

Nachtrag: Itchy hat es einen Seelenstriptease genannt und ich finde, dass trifft es ganz gut!

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In vielen Bereichen würde ich sagen, dass ich gut mit Geld umgehen kann, aber dann gibt es meine Abgründe, in denen ich keine Macht über meine Geldbörse habe. Entgegen aller Erwartungen bin ich recht gut darin nicht unnötig Geld für Bücher auszugeben (wobei „unnötig“ hier natürlich relativ ist, aber ich meine damit, dass ich eigentlich immer nur dann Bücher kaufe, wenn ich es auch wirklich dann lesen will) und ich bin auch ziemlich geizig, wenn es darum geht Klamotten zu kaufen (außer ich bin in der Sale-Abteilung, aber auch da hält sich alles in Grenzen). Aber sobald es um Sachen geht, die völlig unnötig sind, kann ich nicht an mich halten. Seien es Süßigkeiten, Kinderschminke (ich bin AuPair, dass ist gerechtfertigt), Lichterketten oder sonst was.

Zudem geht viel von meinem Geld für Reisen drauf, was zwar eine gute Sache ist, aber trotzdem alles andere als billig, vor allem, weil Fräulein Saskia immer etwass Pech hat…

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Klingt komisch, aber ich bin jetzt seit über einem halben Jahr in Australien und auch wenn ich immer wieder sage, dass ich dies und das und jeden vermisse, es tut mir leid das zu sagen, aber außer in dem kleinen Moment wo ich darüber schreibe, vermisse ich eigentlich fast gar nichts. Klar freue ich mich meine Freunde und Familie irgendwann wiederzusehen und auch meine geliebten Lachgummis werde ich freudestrahlend in die Arme schließen, wenn ich zurück komme, aber wenn ich ganz ehrlich mit mir und euch bin, ist „vermissen“ einfach das falsche Wort. Es kommt erschrecken selten vor, dass ich hier sitze und mir denke: „Mähhh, ich vermisse xy so sehr, ich will xy sofort bei mir haben“

Hart aber wahr! Und dennoch habe ich euch lieb, verwechselt das bitte nicht!

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Also, dass ich noch keinen Freund hatte und einsam sterben werde, dürfte für einige von euch bekannt sein und einige wissen womöglich auch mein gleich folgendes nicht sehr gut gehütetes „Geheimnis“:

Ich bin verfickte 20 Jahre alt und ungeküsst. So jetzt ist es raus. Ich bin nicht gerade stolz drauf, aber ich kann irgendwie damit leben. Ich bin niemand der betrunken (trinke ja eh nicht) durch die Clubs streift und ich bin auch niemand, der irgendwenn einfach küssen würde, nur um es hinter mir zu haben, aber wenn ich dennoch ehrlich bin, macht es mir schon etwas zu schaffen. Ich hatte ja anfang des Jahres große Hoffnungen, aber die zerplatzten dann doch recht fix.

kingheitstrauma

Klingt jetzt viel schlimmer, als ich es meine. Ich hatte gewiss keine einfache Kindheit, es war kein Bilderbuch leben und es war nicht immer meine Schuld, aber wenn ich ganz ehrlich bin (und das bin ich ja gerade) habe ich meine Kindheit auch nicht gerade einfacher gemacht. Klar, ich kann mir nicht umbedingt die Schuld an meinen ersten Jahren geben, aber sobald ich bewusst gehalndelt habe, trage ich zumindest eine große Mitschuld.

Mir ist mitlerweile bewusst geworden, wie viel einfacher mein Leben gewesen wäre, wenn ich einfach gemacht hätte, was man mir gesagt hat, aber gut, dass kann ich jetzt auch nicht mehr ändern. Ich habe damals schon gewusst, dass ich mich nicht richtig verhalte, aber ich konnte (wollte?!) nicht anders. Ich werde jetzt nichts konkretes sagen, dass das privat ist, aber ich rede nicht nur von „Nein, ich will mein Zimmer nicht aufräumen“…

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Das hat auch ein wenig mit dem oberen Punkt zu tun. Ich bin absolut kein Mensch, der alles und jeden umarmt und meist fühle ich mich dabei sehr unwohl, was meine AuPair-Mom ziemlich überrascht hat, als ich ihr das erzählt habe, da ich meine beiden Kids hier gefühlt rund um die Uhr knuddel, aber das ist irgendwie was anderes.

Wenn Umarmungen mit Freunden unangenehm sind, dann ist eine richtige Umarmung mit meiner Mutter für mich schlicht eine Qual. Es tut mir persönlich extrem weh, das zu sagen, denn sie hätte es so verdient einfach mal geknuddelt zu werden, weil sie toll ist. Aber egal wie sehr ich mir vorgenommen habe sie zu umarmen, ich konnte es nicht und ich muss gestehen, dass ich es auch jetzt noch nicht könnte. Selbt am Flughafen, wo ich wusste, dass ich sie ein Jahr nicht sehen werde, konnte ich es nicht so richtig. Ich bin mir sicher, dass dies sehr schwer ist für meine Mutter, aber ich glaube, dass es für mich fast noch schlimmer ist. Aber ich kann einfach nicht.

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Nein, natürlich nicht, aber auch wenn ich es nicht gerne zugebe, ich bin ein ziemlich neidvoller Mensch. Ich bin mir sicher, dass meine Freunde mich da schon durchschaut haben und es einfach hinnehmen, aber für die unwissenden: Viele meiner ironsichen und sarkastischen Bemerkungen sind wirklich „lustig“ gemeint, aber viele sind leider auch ernst gemeint. Zwar versuche ich es dann zu überspielen, aber nun ja, was soll ich sagen?!

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Und direkt nach meinem ernstgemeinten Kommentar rolle und wende ich mich nur so in Selbstmitleid. Ja, ich bemitleide mich gerne mal, tut ja sonst keiner. Ich mag oft so rüber kommen, als kümmere mich das alles nicht, als hätte ich damit abgeschlossen, als wäre alles ok für mich, aber eigentlich, insgeheim, bade ich regelrecht in Selbstmitleid.

Und um noch ehrlicher zu sein, hoffe ich, dass irgendwer schlau genug ist, zwischen den Zeilen zu lesen, aber ich muss gestehen, dass die meisten kläglich scheitern. Sobald es um unangenehme Themen geht, wie eine verkorkste Kindheit und Beziehung zur Familie oder um den Tod, dann nicken die Meisten nur kurz, wechseln aber in der Regel recht schnell das Thema. Dabei will ich mich so gerne einfach auskotzen und einmal sagen können, wie scheiße ich das alles finde.


Jetzt habe ich aber mal so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob ich wirklich so privates über mich selbst im World Wide Web verbreiten sollte, aber dann denke ich mir, dass es ja einfach nur die Wahrheit ist. Das bin ich und ich glaube nicht, dass ich damit mir selbst schade, ich glaube viel mehr, dass das meine offene und ehrliche Persönlichkeit unterstreicht… jap. So sehe ich das! Wer ein Problem damit hatte, sollte dann wohl lieber einfach wieder gehen.

Ich habe absolut keine Ahnung, wer diesen „TAG“ schon gemacht hat und wer nicht, aber ich nominiere jetzt trotzdem sieben Freaks und zusätzlich auch noch jeden anderen, der sich als Freak bezeichnen würde, aber an diese 7 Freaks appeliere ich ganz spezifisch: ERZÄHLT MIR EURE TIEFSTEN ABGRÜNDE!!

Anna von Ink of Books

Sandra von nana-fkb

Chiara von Angelicbooks

Moana, Theresa, Josepha und Elisabeth von Worte sind Wind

Vera von Choaskingdom

Jen von Buchstabenwörter

Medea von Määds Books

Ich hoffe ihr habt genug Mut, um uns etwas privates über euch zu erzählen und ich freue mich schon sehr auf eure Beiträge!

See ya, Saskia xxx

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8 Kommentare zu “Versatile Blogger Award

  1. Oha, das ist wirklich ein sehr persönlicher aber auch super interessanter Beitrag. Auch wenn mir vieles nicht neu ist, habe ich trotzdem das ein oder andere dazugelernt. Wie spannend 😊 ich mag es, neue Facetten von abwerten Menschen zu erfahren.
    Natürlich mache ich gerne mit. Muss allerdings noch abwarten, bis ich endlich Internet in der neuen Wohnung habe (Mittwoch!!!). Dann wird es spätestens nächste Woche folgen. Allerdings muss ich erstmal in meinem Gedächtnis kramen, welche „Geheimnisse“ es bei mir gibt 😁
    Aber meine liebste Saskia, auch wenn du es nicht ganz so gern magst: wenn wir uns das nächste mal sehen werde ich dich trotzdem ganz ganz fest drücken.Das letzte mal ist einfach zu lang her 😜

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: FLOW-Challenge #10 | lifewithsaskia

  3. Toller Beitrag. Ich bin zwar drei Jahre jünger als du, aber Punkt 3 trifft auf mich auch zur vollen Gänze zu 😀 da bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige hier bin (ja, ich bin erst 17, aber trotzdem…)
    Vielen Dank nochmal fürs Nominieren, da muss ich mir dann erst mal Gedanken drüber machen, aber ich versuche den Beitrag heute noch zu schreiben 😉
    Liebe Grüße,
    Medea

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Versatile Blogger Award – Määds Books

  5. Ich hatte übrigens meinen ersten Kuss mit 22 und bin mit jetzt 27 auch noch Jungfrau! Also ich kann nachvollziehen wie es dir geht, aber im Gegensatz zu dir bin ich stolz darauf. Mir ist egal, was andere sagen und denken. Ich leben gerne so und ich warte auf den Richtigen. Auf den einen. 🙂

    Gefällt 1 Person

  6. Pingback: [TAG] Versatile Blogger Award | Nana - Der Bücherblog

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