Roadtrip – 2000km Westküste in 4 Tagen

Also wenn das mal nicht ein waschechter Roadtrip ist, dann weiß ich auch nicht weiter! Für die Ostküste habe ich zwei Wochen gebraucht (was auch schon recht fix ist) und die Strecke ist noch nicht einmal ganze 2000km weit. UND ICH BIN DIE GANZE ZEIT FAHRER GEWESEN!!

Aber gut, erstmal die Fakten:

Wann?

Das Osterwochenende, also von Freitag bis Montag

Mit wem?

Ich freue mich sagen zu können, dass ich mit Rebecca unterwegs war. Ihr müsstet sie schon aus früheren Reiseberichten kennen, da ich mit ihr im Outback und auf der Great Ocean Road war (Berichte dazu sind verlinkt) und sie war meine erste Freundin in Adelaide und war die letzte Woche hier in Perth bzw. mit mir on the road.

Außerdem haben wir am ersten Abend auf dem Camingplatz zwei supercoole (deutsche) Mädels kennengelernt (Elisa und Natalie) und nachdem wir wortwörtlich nur ein paar Sätze gewechselt hatten und bemerkten, dass wir die selben Ziele haben in den nächsten Tagen, haben wir entschieden unsere Abenteuer zusammen zu erleben. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich echt froh bin, dass Elisa uns an dem Abend gefragt hatte, ob wir einen Laptop hätten, denn sonst wäre das Wochenende ganz anders gewesen und wer kann schon sagen, ob es besser gewesen worden wäre?! Ach überhaupt ist es immer toll, wie schnell man neue Freundschaften schließt, wenn man reist und ich hoffe sehr, noch weiter von den beiden zu hören 🙂

Wohin?!

Ganz offensichtlich sind wir in Perth gestartet und hatten uns Kalbarri National Park und Shark Bay als Ziele gesetzt. Mit Kalbarri NP war dann auch gleichzeitig Nature’s Window verbunden und mit Shark Bay auch Monkey Mia und der Francios Peron NP. Rebecca wollte auch noch zu den Pinnacles, wo ich nicht so scharf drauf war, da ich noch mit Tante dahin wollte, aber gut…

Was ist spannendes passiert?

Aaaaalsoooo… der Freitag war eigentlich ziemlich unspektakulär, da wir eigentlich nur im Auto saßen, aber am Samstag sind wir vier dann zunächst zum Nature’s Window gefahren. Man kann an dieser Stelle ruhig mal anmerken, wie gut unser Timing war, denn als wir ankamen war es noch ziemlich leer, zumindest im Vergleich zu dem Ansturm, der da war, als wir wieder gegangen sind.

Der Ausblick war wunderschön, um nicht zu sagen atemberaubend und hat Rebecca und mich sofort an King’s Cannyon erinnert. Ich hätte auch gerne den 8km Loopwalk gemacht, aber es war gerade mal halb 11 oder so und schon brühend heiß und wir würden quasi direkt in die kochende Mittagshize hinein laufen. Also nö.

Der Nachmittag in Kalbarri war eigentlich echt schön, vor allem die Great Ocean Road der West Coast hatte was, aber so richtig spannendes ist da nicht passiert.

 

In der Nacht haben Rebecca und ich uns vors Zelt – welches ich am Auto festbinden und mit Steinen befestigen musste, damit es nicht wegfliegt – auf den Boden gelegt und den wunderschönen Sternenhimmel bestaunt.

Etwas später als ich gehofft hatte haben wir uns Sonntag dann auch den Weg zu Shark Bay, bzw Monkey Mia gemacht. Vom ersten Teil des Tages berichte ich jetzt einfach nicht, weil Monkey Mia selbst eine tiefe Enttäuschung war, aber der Nachmittag war der HAMMER!!!

Wir haben den Van von Elisa und Natalie auf einem Golfplatz – warum auch immer im Nirvana ein Golfplatz ist… – abgestellt und sie sind bei uns hineingesprungen und ich durfte uns durch die Fahrt meines Lebens kutschieren! 4WD! Sagt euch jetzt wahrscheinlich nicht so viel, heißt aber so viel wie Allradantrieb und das wiederrum bedeutete: unbefestigte Straßen, sprich: SAND! Ich bin etwa 40km durch Sanddünen gefahren. Glaubt mir jetzt einfach, wenn ich euch sagen, dass es einfach gigantisch ist! Vor allem für den Fahrer – sprich für mich! 😀

Am späten Nachmittag haben wir uns dann von unseren beiden spontanen Reisebegleiterinnen verabschiedet, da sie weiter nördlich bis nach Darwin fahren und Rebecca und ich mussten wieder umdrehen und die ellenlange Strecke zurück fahren, natürlich mit einem Stop zum schlafen.

Seit der Sekunde an, als wir auf dem Campingplatz waren habe ich mich eigentlich pausenlos über unsere Campnachbarn aufgeregt – Menschen mittleren Alters, die sich mega cool fühlen und ganz sicher ein Bierchen zu viel hatten – da diese so freundlich waren den ganzen Platz mit ihrer unnötig lauten und vor allem unnötig schlechten Countrymusik zu unterhalten. Mir ist wirklich fast der Kragen geplatzt!! Hätten die die Musik nicht von alleine ausgemacht, als wir ins Zelt gegangen sind, wäre ich zu denen rüber und hätte denen meine übermüdete Meinung gegeigt. Und das meine ich hunderprozentig ernst! Ich war schon fast traurig, dass sie mir die Chance dazu genommen haben…

Am nächsten Tag sind wir dann hauptsächlich nur Auto gefahren und auch wenn ich es am Morgen eher als Scherz gesagt hatte, sind wir tatsächlich im Outback in einen „Stau“ geraten, wer hätte das gedacht?!

Wir sind dann Rebecca zur Liebe noch zu den Pinnacles gefahren, aber ich werde trotzdem auch noch mit meiner Tante herkommen… vielleicht scheint dann ja sogar die Sonne 😀

Crazy Shit?

Also ich muss ja sagen, dass 4WD fahren schon ziemlich crazy war und dass wir die Ehre hatten mit Elisa und Natalie zu reisen war auch echt cool, aber ich muss sagen mein heimliches Highlight war diese mega abgespacete Sternschnuppe. And you go: what?! Also, als Rebecca und ich am Sonntag abends zurück zum Campingplatz gefahren sind haben wir plötzlich etwas riesiges vom Himmel fallen sehen – eine Sternschnuppe, aber viel näher und größer und langsamer und in einem grünbläulichen Schimmer. Ich habe mich so sehr erschrocken, dass ich für mindestens eine Minute leicht gezittert habe und überzeugt war, dass die Welt genau jetzt untergeht. Ist sie dann aber doch nicht!

Ich kann euch sagen, ich freue mich schon gigantisch auf meinen nächsten Trip und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich noch große Pläne habe und meine Zeit bis Mitte August nicht reichen wird…

Was habt ihr so über Ostern gemacht?!

See you, Saskia xxx

P.S. meine Kamera ist irgendwie im Arsch, was mich mega aufregt, aber ich habe kein Geld um mir gerade eine neue zu gönnen, deshalb muss ich jetzt alles mit meinem Handy fotografieren, was ich ganz und gar nicht gut finde -.-

P.P.S. ich liebe ja mein persönliches Wasserzeichen, aber wisst ihr eigentlich wie nervig es ist bei diesen Reiseberichten jedes scheiß einzelnes Foto damit zu versehen?!

P.P.P.S. viele der Fotos haben auch noch Bildunterschriften, falls ihr das noch nicht gesehen haben solltet…

Advertisements

6 Kommentare zu “Roadtrip – 2000km Westküste in 4 Tagen

  1. Hach wieder ein toller Bericht 🙂 Es freut mich, dass du so happy bist 🙂
    Und das mit den Wasserzeichen habe ich vorhin tatsächlich auch gedacht bevor du es geschrieben hast 😀 Sehr vorbildlich von dir. Ich hätte dazu keinen Nerv 😀

    Gefällt 1 Person

Erzähl mal...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: