Der Trott des Nichts-tun

Tja, da bin ich jetzt. Habe ganz viel Zeit und kriege doch nichts gebacken. Ich meine, wann ist mein letzter Beitrag erschienen? Richtig, eine gefühlte Ewigkeit her und dass, obwohl ich eigentlich nichts zu tun habe. So blöd das jetzt auch klingen mag, genau DAS ist der Grund dafür.

HÄ?

Ja warte, ich erkläre ja schon!

Ich weiß jetzt nicht, wie das bei euch so ist, aber wenn ich Langeweile und nichts zu tun habe ist meine kreative Ader meist am schlafen… außer ich will gerade schlafen, dann ist diese hellwach und spielt Orchester in meinem Kopf – herrlich. Je mehr ich aktiv mache, desto mehr… mache ich. Ok, ich höre selbst, wie unlogisch logisch das klingt, aber ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll.

Stehe ich auf mit dem Wissen, dass ich heute nichts machen muss, mache ich auch nichts. Stehe ich jedoch auf mit dem Plan auf großes zu bewirken – und dies auch ernsthaft, mein Hirn lässt sich nicht so leicht austricksen – dann schaffe ich es, wie durch Wunderhand tatsächlich Sachen zu machen. Können dann auch Sachen sein, die nichts mit meinen eigentlichen Plänen zu tun haben. Lustig, oder?!

Heute zum Beispiel. Ich habe mit einer Freundin ausgemacht, dass wir beide heute anfangen uns einen Job (in meinem Fall einen zweiten) zu suchen und siehe da, ich bin aufgewacht und habe mich direkt an den Computer gesetzt und schon zwei Bewerbungen abgeschickt. UND ich schreibe natürlich gerade diesen Beitrag und gleich werde ich dann bestimmt auch noch die Welt verändern, ganz sicher!

Gestern jedoch, bin ich aufgewacht mit dem Gedanken, dass ich ja nichts tun muss, was darin endete, dass ich ganz viel Netflix geschaut habe. Ok, ich habe auch etwas gemalt, aber auch nichts richtig, richtig ernsthaftes.

Wenn ich gerade schon dabei bin hier so rumzuheulen, will ich auch gleich noch was anderes loswerden: ALL MEINE FREUNDE WOHNEN EWIG WEIT WEG! Ich bin mir ziemlich sicher, dass keine meiner Freundinnen näher als 50min von mir entfernt wohnt. Was ja allgemein auch keine Weltreise ist, aber bei akuter Langeweile ziemlicher Mist. Ich kann nicht mal spontan bei einer Freundin vorbeischauen, zumal die ja auch alle irgendwie ein richtiges Leben mit Studium und allem drum und dran haben – ÄTZEND!

In Australien hätte ich jetzt einfach eine Nachricht in eine der Travel- und AuPairGruppen geschrieben, dass ich Freunde bräuchte, und dann hätte ich Leute getroffen. Solche Gruppen gibt es hier aber nicht, also muss ich wohl alleine bei mir daheim rumsitzen und Däumchen drehen. Ich könnte auch raus gehen, I know, aber… fremde Menschen… bäähhh. Und es ist ja nicht mal mehr gutes Wetter.

Aber jetzt geht es ja wieder bergauf, richtig? RICHTIG???

Ich weiß, dass dieser Beitrag ziemlich sinnlos ist und keine richtige Message mit sich trägt, deshalb hier: meine Message:

Ich wandere aus, Deutschland musste ja unbedingt der USA die Klippe hinterherspringen.

Was ist eure Meinung zu dem Thema?!

See you, Saskia xxx

P.S. ich schreibe diesen Beitrag mit meinem neuen Laptop *-* Ihr seht zwar keinen Unterschied, aber es ist toll zu tippen und GLEICHZEITIG auf dem Bildschirm zu sehen, was genau ich gerade schreibe!

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5 Kommentare zu “Der Trott des Nichts-tun

  1. Heyy duu c:
    Mit dem Trott des Nichts-tuu kenne ich mich nur zu gut aus… echt ätzend. Das Bett ist oft einfach viel zu fesselnd.
    Und für mich macht dieser ganze unlogische logische Beitrag einen ganz logischen Sinn, weil es mir oft genug genauso geht. Und wenn man es dann mal schafft in die Gänge zu kommen, denkt man immer „So muss ich das jeden Tag machen“, aaaaber am nächsten Tag grüßt das frühzeitige Alzheimer. 🙈

    Das mit dem Auswandern hört sich gut an… Island ich komme. 😀

    Gefällt 1 Person

    • Hihi, ich feier es ja immer, wie fremde Menschen einen so gut verstehen können 😀 Ein Hoch auf das Internet!
      Und ich habe dann auch noch immer diese glorreiche Ausrede, dass ich ja noch mein ganzes Leben habe um produktiv zu sein 😀

      Koffer steht schon hier und ehm… nein… ich gucke nicht gerade nach Flügen *hust* 😀

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  2. Mir geht das auch immer so: Je mehr Arbeit ich habe, desto mehr schaffe ich noch zusätzlich. Ist nix zu tun, fallen mir selbst Kleinigkeiten schon schwer… Dabei wäre eine goldene Mitte mir viel lieber, denn so kenne ich eigentlich nur zwei Zustände: Regungslos auf der Couch oder in schlafloser Dauerbewegung! 🙂

    Liebe Grüße,
    Myriam

    Gefällt 1 Person

  3. Ich kenn das gut. Damit ich an einem Tag noch irgendwas gebacken kriege (außer Kekse, die kann ich auch an einem faulen Tag), muss ich direkt morgens damit anfangen, bevor ich mit dem nichtstun angefangen habe. Wenn ich da einmal drinstecke, habe ich nämlich nicht mehr genug Motivation um da wieder rauszukommen.
    Ich weiß natürlich nicht wo du wohnst, aber für viele Städte gibt es tatsächlich solche „Freunde gesucht – [Stadt xy]“ Gruppen auf Facebook, wo man neue Leute treffen kann. Vielleicht in deiner Gegend auch, wenn du nicht gerade völlig auf dem Land wohnst?

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

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