Freundschaft auf den ersten Blick

Die Freaks unter euch, die mein Leben hier in Australien etwas genauer verfolgt haben dürften vielleicht wissen, dass ich hier völlig unerwartet eine Freundin gefunden habe, wie ich sie noch nie hatte. Für die unter euch, die keinen Plan haben, von wem ich rede: Piichen, ich rede von meinem kleinen Piichen!DSC00805

Man fragt sich ja immer, ob es soetwas wie Liebe-auf-den-ersten-Blick wirklich gibt, aber ob so etwas unter Freunden möglich ist, wir dabei völlig vernachlässigt. Und genau deshalb will ich euch heute über meine Freundschaft zu Piichen aufklären.

Erstmal ganz allgemein, als AuPair lernst du tatsächlich deine meisten Freunde über Facebook kennen, was in etwa so ausschaut, dass du eine verzweifelte Nachricht in eine der Zahlreichen AuPairGruppen schreibst und nach Freunden fragst. Daraufhin melden sich dann ebenso verzweifelte Menschen zurück und im Idealfall trefft ihr euch und entscheidet, dass diese Person immer noch besser ist, als gar keine Freundin. Ich habe mich in der Regel immer mit Menschen getroffen, die ich dann auch wirklich gut leiden konnte. DSC01114

So, jetzt aber zurück zu Piichen. Sie hat so einen Post in eine AdelaideAuPairGruppe reingestellt, aber anstatt direkt nach Freunden zu fragen hat sie nach einem Travelmate für Melbourne gefragt.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich genau eine Freundin in Adelaide und ich war schon über einen Monat dort. Lame, ich weiß. Ich habe ihr eine Nachricht geschrieben, dass ich mich gerne mit ihr treffen würde, um dann alles weitere zu besprechen.

Das Lustige und Ironische an der Sache war jedoch, dass ich eigentlich auf keinen Fall wieder nach Melbourne wollte, weil ich es vor ein paar Jahren gar nicht leiden konnte und zu dem war ich auch eigentlich nicht wirklich von Piichens Profil begeistert. Ich fand ihr Profilbild schrecklich und dachte sie wäre total zickig und fake und keine Ahnung.

Trotzdem, und man möge sagen ZUM GLÜCK, habe ich mich mit ihr getroffen. Wie wir uns „getroffen“ haben war schon echt filmreich, passt auf: wir sind beide mit dem Zug gefahren (unterschiedliche), weil wir uns am Strand treffen wollten, standen dann am Bahnhof auf zwei versiedenen Gleisen, nur wir zwei weit und breit, gucken uns fragend an, gucken wieder weg, gucken wieder. Völlig planlos, ob der Gegnüber wirklich die richtige Person ist. Als es dann wirklich awkward wurde habe ich über die Gleise geschrien, ob sie Piichen sei und als wir beide in lautes Gelächter ausbrachen, war die Freundschaft quasi schon beschlossene Sache. DSC05146

Man schließt unterwegs eh schneller Freundschaften als daheim, aber dieses Mal ging es wirklich schnell. Wir haben ohne Punkt und Komma geredet, und an den Strand gesetzt  (gegen Mittag) und all unsere Gemeinsamkeiten ausgetauscht und die ganze Lebensgeschichte voreinander ausgebreitet (im Groben nicht wirklich untypisch hier, man setzt einfach alles auf eine Karte und entweder es klappt oder eben nicht) und es hat geklappt, und wie!

Es gab kein peinliches Schweigen und wir sind ohne Probleme von einem Thema aufs Andere gekommen. Selbst nach Sonnenuntergang saßen wir noch dort und sind dann in ein Cafe, weil meine kleine Frostbeule schon halt erfroren war. Nach neun Uhr haben wir dann mal beschlossen, dass wir vielleicht mal langsam nach Hause sollten.

Am nächsten Tag habe ich sie angeschrieben und gefragt, wann wir dann nach Melbourne fliegen und noch am selben Tag haben wir den Flug für die folge Woche gebucht. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Seit dem war sie mein häufigster und bester Travelmate und meine absolut beste Australien-Freundin und ich bin mir mehr als sicher, dass es auch in Deutschland so bleiben wird. Wir haben uns seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen (wir haben gleichzeitig die Familie gewechselt und während ich in Perth bin ist sie am wortwörtlich anderem Ende von Australien an der East Coast) telefonieren aber regelmäßig und ich weiß, dass ich mit ihr über alles reden kann und sie mir ihre EHRLICHE Meinung sagen wird.

Wir hatten auch schon eine Kriesensituation, aber auch diese haben wir gemeistert, denn keine Freundschaft ist perfekt, aber diese hier ist nah dran. Ich stelle sie gerne als meine Soulmate-Freundin vor, einfach weil wir gleich verrückt sind und doch total unterschiedlich. Ich kann mit ihr alles mögliche machen und es wird immer genial. Wir erzählen uns von unseren Problemen, wir singen laut Biene Maja in der Innenstadt und lachen übereinander.

Piichen, wenn du das hier liest, lass dir gesagt sein, dass ich dich unglaublich lieb habe, du immer ein sehr wichtiger Bestandteil meines Australienaufenthaltes sein wirst und ich deine Verrücktheit nicht nur zu schätzen weiß, sie aber auch mega genial finde!DSC05549


Jetzt seid ihr gefragt: was ist eure Geschichte mit einer eurer Freundinnen?

See you, Saskia xxx

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Bin ich eigentlich noch ein Buchbloger?

Die Frage habe ich mir jetzt schon so oft gestellt in letzter Zeit und ich finde einfach keine Antwort.

Im Gegensatz zu den meisten hier habe ich nicht mit der Intention Buchblogger zu werden angefangen, sondern einfach aus der Lust heraus meine Gedanken niederzuschreiben und mit ein paar Menschen dieser Welt zu teilen.

Ja, ich liebe es zu lesen und ich kann mir keine Welt ohne das Lesen vorstellen, aber so richtig richtig Leseverrückt wurde ich erst durch euch, durch den Einfluss von Buchbloggern. Durch euch habe ich erst angefangen die Welt der Bücher so richtig zu verstehen, ich habe durch euch gelernt was Rezensionen und Reziexemplare sind, durch euch habe ich erfahren, dass Verläge und Autoren tatsächlich auch menschlich sind und mit Bloggern zusammenarbeiten.

Ich habe geschaut was andere Blogs tun und habe das Selbe auch getan, nur eben auf meine Art und Weise. Ich habe Reziex‘ bekommen und Rezensionen geschrieben und ich habe ganz allgemein meine Leseerfahrungen mit euch geteilt. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, Menschen die diese Passion mit mir teilen, denn Lesen verbindet.

Aber während viele Blogs sich ausschließlich auf Bücher konzentriert haben, habe ich immer noch meinen eigenen Scheiß gemacht, denn das war ja eigentlich der Grund weshalb ich angefangen habe.

Seit ich in Australien bin habe ich  noch meine Travelblogger-Seite an mir entdeckt und nach einer Weile zu einem eigenständigen Blog erweitert (und ich sage euch, einen Blog gut zu führen ist schon das Eine, aber zwei ist doch noch mal mehr Arbeit als ich gedacht hätte) und ich bin immer noch zufrieden mit meiner Entscheidung, auch wenn ich merke, dass ich nicht so ethusiatisch dort eine Community aufbaue, wie ich es damals vor zwei Jahren für diesen Blog gemacht habe. Damals war alles noch neu und aufregend, den wildfremde Menschen wollten tatsächlich lesen, was ich zu sagen hatte. Dieser ganz bestimmte Nervenkitzel von etwas Neuem, der fehlt irgendwie.

Aber das tut eigentlich nichts zur Sache, ich schweife ab.

Meinen Reiseblog habe ich genau dafür ausgerichtet: ein Reiseblog zu sein. Aber dieser Blog? Man könnte sagen lifewithsaskia.blog hat eine Identitätskriese. Wobei das natürlich mal wieder völlig übertrieben dargestellt ist von mir.

Die Frage bleibt denoch: Bin ich noch ein Bücherblog?

Meine Lesestatistik, wenn ich denn noch eine führen würde, ist drastisch zurückgegangen in den letzten Monaten, so auch meine Rezensionen. Apropros Rezis: Ist euch mal aufgefallen, dass ich eigentlich nur Rezensionen zu Reziexemplaren schreibe? Nein? Ist aber so. Ich lese wirklich ungerne Rezensionen und auch wenn ich es überhaupt nicht schlimm finde Rezis zu schreiben, es ist nicht mein Liebstes auf der Welt.

Ich schreibe gerne freischnautze und ja, ich schreibe gerne über mich, was mich beschäftigt, was ich erlebt habe und weiß der Kuckuck was noch.

Egal ob ich jemals eine Antwort auf die Frage bekomme oder nicht, ich werde nie aufhören auch mal über meine Bücherliebe zu schreiben, nur erwartet in Zukunft nicht zu viele Rezis von mir (als ob das irgendwer tun würde :D).

Das war jetzt viel Gerede für nichts, aber was soll’s, ich musste es mir mal von der Seele reden. Wer jetzt im Laufe des Lesens irgendeine drastische Ankündigung von mir erwartet hat, denn muss ich leider enttäsuchen, lifewithsaskia bleibt was auch immer es gerade ist.

Eines wäre mir jedoch wichtig und zwar eure Meinung:

Was mögt ihr an meinem Blog, was nicht so?

Was für Beiträge wünscht ihr euch mehr von mir zu lesen (wer jetzt Rezensionen schreibt wird von meiner Blogsete gekickt!)?

Was glaubt ihr, bin ich wohl noch ein Buchblogger?

Bitte lasst mir zumindest eine kurze Rückmeldung da, das freut mich immer ungeheuerlich und ich nebenbei super-hilfreich!

See you, Saskia xxx

Wie Potter täglich jedermans Herz erobert

Das Potter-Fieber greift schon seit über 20 Jahren um sich und bringt immer wieder aufs neue Jung und Alt dazu die Bücher zu verschlingen. Es gibt kaum Bücher, die sich so tief in Existenz der Bücher eingeflochten haben, dass man die Reihe einfach nicht mehr aus dem Bücheruniversum wegdenken kann. Noch immer greifen täglich Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene zum Harry Potter-Buch, um selbst in die pottertastische Welt abzutauchen und das ist einfach unglaublich.

Ich selbst habe vor drei einhalb Jahren meine große Liebe gefunden und sie seit dem nicht mehr losgelassen. Potter hat von vielen, auch von mitlerweile nicht mehr Kindern, damals die ersten Leseversuche geprägt, aber im Gegensatz zu anderen „Kinderbüchern“ hat Harry Potter sie/ mich nie mehr verlassen. J.K. Rowling hat es geschafft eine Welt zu kreiren, in die wirklich JEDER eintauchen kann und WILL!

Aber was genau ist eigentlich so toll an der Reihe? Sind es nicht nur irgendwo Bücher wie jedes Andere auch?!

Klar, so ganz im banalen Sinne sind es auch nur Bücher, aber es sind nicht bloß die Bücher die uns so in ihren Bann ziehen, es ist viel mehr Welt hinter den Büchern.

Obwohl es sich um Fantasy-Bücher handelt sind sie einfach sehr realistisch aufgebaut und vor allem kann man sich sehr gut mit den Charakteren identifizieren. Es sind ganz normale Menschen – jetzt mal davon abgesehen, dass sie Zauberer sind – mit ganz normalen Problemen – ich meine wer hat nicht auch einen Voldemort Zuhause rumhängen, der immer nur Stress will.

Ok, ich gebe zu der letzte Punkt klingt eher etwas fehl am Platz, aber wenn du mal ganz genau drüber nachdenkst, sind die Charaktere an sich, ohne Voldi-Probleme und so, so wie du und ich. Mal sauer, mal verpeilt, mal talentiert, mal schlau, mal unglaublich peinlich, mal super dumm, mal zu neugierig und manchmal einfach Harry. Ausnahmslos NIEMAND in der Potter-Reihe ist perfekt, jeder hat sein Gepäck zu tragen und auch wenn es manchmal schwer ist, kommen sie immer wieder auf die Beine.

Nicht alles, oder viel mehr das Wenigste in den Büchern ist rosarot und wundervoll, aber dennoch wird viel gelacht und gejubelt.

J.K. Rowling zeigt uns mit den Büchern, worauf es wirklich ankommt, sie unterhält uns nicht nur, sie bringt uns auch was fürs Leben bei: sei tolerant, lass dich nicht unterkriegen, in jeder Dunkelheit gibt es Licht und Freudschaft steht über allem.

Und mit all dem – und noch viel, viel mehr – hat sie eine Welt geschaffen, in die wir Leser nicht nur eintauchen können, sondern in der wir auch selbst „mitwirken“ können. Der Potterhead findet seinen Platz in einem der Häuser, zusammen kämpft man mit/ für die eine Person und verbündet sich gegen eine Andere (ich rede hier ganz klar von Umbridge! Nichts und niemand ist so schlimm wie diese Kröte!!!).

Es gibt so viele wichtige und vor allem vielfältige Charaktere und es gibt für Jeden mindestens einen Charakter mit dem man sich indentifizieren kann. Das selbe gilt übrigens auch fürs Genre: Es ist zwar Fantasy – wobei ich finde, dass obwohl Magie der Hauptpunkt der Stroy ist, ist es so gut mit der realen Welt verflochten, dass man schnell vergessen kann, dass es gar nicht wirklich so ist – aber es gibt auch Liebe und Drama, Action, ein wenig Comedy und auch Krimi/ Thriller Fans kommen nicht zu kurz.

Jedes einzelne Buch ist elementar wichtig für die Reihe und unverwechselbar, was ein entscheidener Fortschritt zu herkömlichen Reihen ist, wie ich finde, wo oft mindestens eine Fortsetzng einfach nur ein Lückenfüller ist.

Wie schon erwähnt, die Potter-Community ist einfach unglaublich und auf der ganzen Welt vertreten (so finde ich übrigens beim Reisen meine Freunde: „Bist du ein Harry Potter Fan?“ und je nach Antwort entscheidet sich der Fortgang der gemeinsamen Zeit ;D) und sie wächst täglich.

Zudem ist ja noch nichts abgeschlossen. Rowling ist noch immer so verliebt und steckt so tief in der Welt, dass sie einfach nicht aufhören kann uns glücklich zu machen, indem sie einfach immer weiter schreibt. Ich meine wer ist nicht super-duper aufgeregt, wie es mit Newt und seinen fantastic Beasts weiter geht!??!

Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber ich habe das Gefühl ich finde dann gar kein Ende mehr und ich will jetzt ja mal nicht übertreiben.

Was ist dein liebstes HarryPotterErlebnis/ lieblings HPErinnerung?

Inwiefern hat J.K. Rowling dein Leben mit ihren Büchern geprägt?

Mehr pottertastische Beiträge?!

See you, Saskia xxx

Flow-Challenge #11

Ich wollte jetzt eigentlich einen voll deepen Beitrag oder eine Kurzgeschichte raushauen, aber irgendwie bin ich da gerade noch nicht bereit zu, strange ich weiß. Dafür kommt hier jetzt eine weitere Flow-Challenge von mir (ins Leben gerufen wurde das Ganze von der zauberhaften Sandra, deshalb schaut auf jeden Fall bei ihr vorbei, sie ist großartig!)

212: Worauf freust du dich jeden Tag?

Manchmal gebe ich zu, dass ich es vergesse, aber wenn es mir wieder bewusst wird, freue ich mich immer wieder unglaublich darüber, dass ich gerade tatsächlich in Australien bin. Der Gedanke daran, dass ich bald schon wieder weg bin und ein Jahr fast vorbei ist, macht mich dann wieder etwas trauriger, aber noch bin ich hier und noch werde ich jeden Tag versuchen zu genießen!

214: Wie gehst du mit Stress um?

Gar nicht. Ich ignoriere ihn. Naja, oder ich flippe innerlich total aus und mache mir noch mehr Stress.

217: Kann man Glück erzwingen?

Nicht direkt erzwingen, aber kann einfach sein Bestes geben, um positiver zu denken. Und auch wenn positives Denken nicht unbedingt „Glück“ an sich bringt, macht es dich und deine Mitmenschen glücklicher und wer weiß… vielleicht kommt damit auch das Glück.

218: Welcher Streittyp bist du?

Ich bin diejenige, die gerne mal laut wird und das ganze Haus zusammenschreit – was ich seit einem Jahr nicht mehr gemacht habe, weil ich mich hier beherschen muss, aber ich vermisse es ehrlich gesagt manchmal meinen ganzen Frust einfach raus zu lassen (sorry Mama schon einmal im Vorfeld :D). Zudem habe ich natürlich IMMER recht. Auch wenn dem nicht so ist habe ich recht, einfach weil.

219: Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Kommt auf die Situation an, aber im Moment muss ich immer schon um 5 Uhr quasi aufstehen… wer mich da jetzt ernsthaft fragt, ob ich da munter bin bekommt eine reingehauen. Aber ansonsten, joa ich kann gut auch schon morgens munter sein.

220: Wie klingt deine Lache?

Ich habe viele Arten zu lachen und ich glaube jede -zumindest einige – davon ganz recht nervig sein. Und laut. SEHR LAUT!

221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?

Oft nein, aber dieses eine Mal: JA! Ich glaube darüber werde ich mal einen extra-Beitrag schreiben, danke für die Idee 😀

223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?

Ich bin jemand der sich schnell mal verknallt (ich finde, dass ist ein Unterschied) und ich weiß nicht, ob ich jemals so RICHTIG verliebt war, aber wenn ja, dann war es das letzte Mal und dann JA, ich wollte das nicht wirklich, zumindest nicht mehr gegen Ende…

See you, Saskia xxx

Rezension: „Nächster Halt: Thailand“

Einfach mal seine sieben Sachen packen, das scheiß Leben hinter sich lassen und abhauen. Wenn das nicht mal eine Traumvorstellung ist. Aber ist es in der Realität auch so schön, wie man es sich immer vorstellt?!

cover112895-mediumTitel: Nächster Halt: Thailand

Autor: Katy Colins

Verlag: Mira Taschenbuch

Besonderes 1: Erster Teil der Lonely Hearts Travel Club – Reihe

Besonderes 2: Ich habe dieses Buch als ReziEx von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen, DANKE!

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Georgia ist eher jemand von der abgesicherten und abenteuerlosen Sorte. Als sie dann ein paar Wochen vor der Hochzeit stehen gelassen wird ist ihre Welt dabei völlig aus den Fugen zu fallen, aber vielleicht ist das ja genau das, was sie jetzt braucht: ein kompletter Neuanfang.

Unsicher und planlos geht sie ins Reisebüro und landet nur ein paar Tage später in Thailand. Es scheint jedoch, dass es einen Grund gab, weshalb sie sowas vorher nie gemacht hatte: sie gehört nicht in diese Welt. Oder vielleicht doch?!

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Ich sage jetzt mal ganz ehrlich vorweg, dass ich noch immer nicht genau weiß, was ich von dem Buch halten soll, also wundert euch nicht, wenn das gleich etwas durcheinander ist, ich werde meine Gedanken erst beim Schreiben sortieren können.

Der Grund weshlab ich das Buch angefragt habe war, weil ich übers Reisen lesen und weil ich örtliche Ispirationen für meinen zukünftigen-in-den-Sternen-stehenden Trip nach Thailand holen wollte. Entgegen meiner Erwartungen ging es nur sehr, sehr wenig um tasächliche Reiseziele, sprich keine wirkliche Inspiration für Saskia. Das Reisen an sich hat natürlich schon eine große Rolle gespielt, jedoch bin ich auch damit nicht zwingend zufrieden.

Letzteres werde ich jetzt natürlich etwas näher erläutern. Ich fühle mich etwas schlecht darüber zu urteilen, weil ich nicht sicher bin wie viel der Geschichte fiktiv ist und was wirklich passsiert ist, denn zumindest der Teil mit der sitzengelassenen Braut ist der Autorin tatsächlich widerfahren (die Gute hat sogar einen Reiseblog, wo sie aber auch über ihre Bücherreihe berichtet ⇒ notwedordead.com). Dennoch wird der Backpacker und Traveler in mir jetzt nicht anders können als seine Meinung kund zu tun, also here we go:

Am Anfang der Reise, also wo sie mit der Gruppe unterwegs ist wird quasi JEDER Backpacker runtergemacht. Entweder sind es schwanzgesteuerte Idioten, die Superzicken schlecht hin oder haben eine pessimistische und gestörte Einstellung. Klar, es gibt immer komische Reisende, aber ganz ehrlich, der Großteil an Travelern, die ich kennengelernt habe, sind wirklich cool drauf. Und man trifft diese nicht nur an geheimen Orten sondern durchaus auch auf Tour oder in einem normalen Hostel. Vielleicht versteht ihr jetzt nicht ganz was mein Problem ist, aber mich hat das ziemlich aufgeregt und irgendwo habe ich mich auch als Backpacker angegriffen gefühlt.

Genug davon.

Die liebe Georgia selbst ist eigentlich ganz putzig und im Prinzip ein runder und durchdachter Charakter. Größtenteils konnte ich mich nicht mit ihr identifizieren, da ich einfach eine ganz andere Grundeinstellung habe als sie, deshalb werde ich den Charakter an sich auch nicht kritisieren… wobei ich sie schon des öfteren angeschrien habe, ob sie sich nicht langsam ein Hirn und Rückrad beschaffen könnte – Leute, die sich für andere Menschen verstellen und nicht zu sich stehen, kann ich einfach nicht leiden. Was jedoch positiv zu bewerten ist, es ist eine deutliche Entwicklung der Protagonistin festzustellen. Von einem unselbstständigen und rückradlosen Etwas entwickelt sie sich zu einer stärkeren und bewussteren Frau.

Abgesehen von der allgemeinen negativen Darstellung von normalen, jungen Backpackern, finde ich auch die Nebencharaktere gut dargestellt und sie haben ihren Zweck erfüllt. Vor allem gegen Ende des Buches kommen immer mehr Charaktere hinzu, die einem ganz gut ans Herz wachsen konnten.

Katy’s Schreibstil ist durchaus sehr schön zu lesen und ich kann mir gut vorstellen auch noch die weiteren Bücher ihrer Reihe zu lesen. Ihre Dramatik wird duch einen leichten Humor etwas abgeschwächt (positiv) und sie verzichtet (Danke!) auf unnötig lange und präzise Beschreiben der Umgebung (wobei ich mir trotzdem etwas mehr… Reiseziel-Inspitation gewünscht hätte).

So im Großen und Ganzen ist es sehr schöner Reiseroman mit noch etwas Luft nach oben. Vor allem Drama-Fans sollten sich dieses Buch durchaus genauer anschauen! Aber bitte behaltet im Hinterkopf, dass Backpacker in der Regel nicht solche Idioten sind, ehrlich!

Weil mich das Ein oder Andere dann doch etwas sehr aufgeregt hat und das Bedürfnis Georgia eine reinzuhauen teils geradezu überwältigend war, kann ich keine ganzen vier Herzchen geben, aber das ist totale Geschmacks- und Erfahrungssache.

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3,5!

See you, Saskia xxx

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