Versatile Blogger Award

!Achtung, es wird tiefgründig!

Wie eigntlich immer habe ich vor einer halben Ewigkeit einen Beitrag bei der zauberhaften Itchy gelesen und da ich mich zu den Guardians of the Books zähle, habe ich ihr auch direkt zugesagt, dass ich mitmache. Was ich mitmache, fragt ihr euch?!

Das Ganze nennt sich „Versatile Blogger Award“ und beudeutet soviel wie: Beichte 7 Dinge über dich selbst! Ich werde mir Mühe geben Sachen preiszugeben, die ihr womöglich noch nicht über mich wisst, was für die treuen Leser unter euch durchaus eine Herausforderung sein wird, da ich schon ziemlich viel von mir hier preisgegeben habe… aber let’s do this! Ich werde schon fündig werden.

Nachtrag: Itchy hat es einen Seelenstriptease genannt und ich finde, dass trifft es ganz gut!

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In vielen Bereichen würde ich sagen, dass ich gut mit Geld umgehen kann, aber dann gibt es meine Abgründe, in denen ich keine Macht über meine Geldbörse habe. Entgegen aller Erwartungen bin ich recht gut darin nicht unnötig Geld für Bücher auszugeben (wobei „unnötig“ hier natürlich relativ ist, aber ich meine damit, dass ich eigentlich immer nur dann Bücher kaufe, wenn ich es auch wirklich dann lesen will) und ich bin auch ziemlich geizig, wenn es darum geht Klamotten zu kaufen (außer ich bin in der Sale-Abteilung, aber auch da hält sich alles in Grenzen). Aber sobald es um Sachen geht, die völlig unnötig sind, kann ich nicht an mich halten. Seien es Süßigkeiten, Kinderschminke (ich bin AuPair, dass ist gerechtfertigt), Lichterketten oder sonst was.

Zudem geht viel von meinem Geld für Reisen drauf, was zwar eine gute Sache ist, aber trotzdem alles andere als billig, vor allem, weil Fräulein Saskia immer etwass Pech hat…

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Klingt komisch, aber ich bin jetzt seit über einem halben Jahr in Australien und auch wenn ich immer wieder sage, dass ich dies und das und jeden vermisse, es tut mir leid das zu sagen, aber außer in dem kleinen Moment wo ich darüber schreibe, vermisse ich eigentlich fast gar nichts. Klar freue ich mich meine Freunde und Familie irgendwann wiederzusehen und auch meine geliebten Lachgummis werde ich freudestrahlend in die Arme schließen, wenn ich zurück komme, aber wenn ich ganz ehrlich mit mir und euch bin, ist „vermissen“ einfach das falsche Wort. Es kommt erschrecken selten vor, dass ich hier sitze und mir denke: „Mähhh, ich vermisse xy so sehr, ich will xy sofort bei mir haben“

Hart aber wahr! Und dennoch habe ich euch lieb, verwechselt das bitte nicht!

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Also, dass ich noch keinen Freund hatte und einsam sterben werde, dürfte für einige von euch bekannt sein und einige wissen womöglich auch mein gleich folgendes nicht sehr gut gehütetes „Geheimnis“:

Ich bin verfickte 20 Jahre alt und ungeküsst. So jetzt ist es raus. Ich bin nicht gerade stolz drauf, aber ich kann irgendwie damit leben. Ich bin niemand der betrunken (trinke ja eh nicht) durch die Clubs streift und ich bin auch niemand, der irgendwenn einfach küssen würde, nur um es hinter mir zu haben, aber wenn ich dennoch ehrlich bin, macht es mir schon etwas zu schaffen. Ich hatte ja anfang des Jahres große Hoffnungen, aber die zerplatzten dann doch recht fix.

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Klingt jetzt viel schlimmer, als ich es meine. Ich hatte gewiss keine einfache Kindheit, es war kein Bilderbuch leben und es war nicht immer meine Schuld, aber wenn ich ganz ehrlich bin (und das bin ich ja gerade) habe ich meine Kindheit auch nicht gerade einfacher gemacht. Klar, ich kann mir nicht umbedingt die Schuld an meinen ersten Jahren geben, aber sobald ich bewusst gehalndelt habe, trage ich zumindest eine große Mitschuld.

Mir ist mitlerweile bewusst geworden, wie viel einfacher mein Leben gewesen wäre, wenn ich einfach gemacht hätte, was man mir gesagt hat, aber gut, dass kann ich jetzt auch nicht mehr ändern. Ich habe damals schon gewusst, dass ich mich nicht richtig verhalte, aber ich konnte (wollte?!) nicht anders. Ich werde jetzt nichts konkretes sagen, dass das privat ist, aber ich rede nicht nur von „Nein, ich will mein Zimmer nicht aufräumen“…

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Das hat auch ein wenig mit dem oberen Punkt zu tun. Ich bin absolut kein Mensch, der alles und jeden umarmt und meist fühle ich mich dabei sehr unwohl, was meine AuPair-Mom ziemlich überrascht hat, als ich ihr das erzählt habe, da ich meine beiden Kids hier gefühlt rund um die Uhr knuddel, aber das ist irgendwie was anderes.

Wenn Umarmungen mit Freunden unangenehm sind, dann ist eine richtige Umarmung mit meiner Mutter für mich schlicht eine Qual. Es tut mir persönlich extrem weh, das zu sagen, denn sie hätte es so verdient einfach mal geknuddelt zu werden, weil sie toll ist. Aber egal wie sehr ich mir vorgenommen habe sie zu umarmen, ich konnte es nicht und ich muss gestehen, dass ich es auch jetzt noch nicht könnte. Selbt am Flughafen, wo ich wusste, dass ich sie ein Jahr nicht sehen werde, konnte ich es nicht so richtig. Ich bin mir sicher, dass dies sehr schwer ist für meine Mutter, aber ich glaube, dass es für mich fast noch schlimmer ist. Aber ich kann einfach nicht.

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Nein, natürlich nicht, aber auch wenn ich es nicht gerne zugebe, ich bin ein ziemlich neidvoller Mensch. Ich bin mir sicher, dass meine Freunde mich da schon durchschaut haben und es einfach hinnehmen, aber für die unwissenden: Viele meiner ironsichen und sarkastischen Bemerkungen sind wirklich „lustig“ gemeint, aber viele sind leider auch ernst gemeint. Zwar versuche ich es dann zu überspielen, aber nun ja, was soll ich sagen?!

selbstmitleid

Und direkt nach meinem ernstgemeinten Kommentar rolle und wende ich mich nur so in Selbstmitleid. Ja, ich bemitleide mich gerne mal, tut ja sonst keiner. Ich mag oft so rüber kommen, als kümmere mich das alles nicht, als hätte ich damit abgeschlossen, als wäre alles ok für mich, aber eigentlich, insgeheim, bade ich regelrecht in Selbstmitleid.

Und um noch ehrlicher zu sein, hoffe ich, dass irgendwer schlau genug ist, zwischen den Zeilen zu lesen, aber ich muss gestehen, dass die meisten kläglich scheitern. Sobald es um unangenehme Themen geht, wie eine verkorkste Kindheit und Beziehung zur Familie oder um den Tod, dann nicken die Meisten nur kurz, wechseln aber in der Regel recht schnell das Thema. Dabei will ich mich so gerne einfach auskotzen und einmal sagen können, wie scheiße ich das alles finde.


Jetzt habe ich aber mal so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob ich wirklich so privates über mich selbst im World Wide Web verbreiten sollte, aber dann denke ich mir, dass es ja einfach nur die Wahrheit ist. Das bin ich und ich glaube nicht, dass ich damit mir selbst schade, ich glaube viel mehr, dass das meine offene und ehrliche Persönlichkeit unterstreicht… jap. So sehe ich das! Wer ein Problem damit hatte, sollte dann wohl lieber einfach wieder gehen.

Ich habe absolut keine Ahnung, wer diesen „TAG“ schon gemacht hat und wer nicht, aber ich nominiere jetzt trotzdem sieben Freaks und zusätzlich auch noch jeden anderen, der sich als Freak bezeichnen würde, aber an diese 7 Freaks appeliere ich ganz spezifisch: ERZÄHLT MIR EURE TIEFSTEN ABGRÜNDE!!

Anna von Ink of Books

Sandra von nana-fkb

Chiara von Angelicbooks

Moana, Theresa, Josepha und Elisabeth von Worte sind Wind

Vera von Choaskingdom

Jen von Buchstabenwörter

Medea von Määds Books

Ich hoffe ihr habt genug Mut, um uns etwas privates über euch zu erzählen und ich freue mich schon sehr auf eure Beiträge!

See ya, Saskia xxx

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Blogumstyling

Hallo hochverehretes Lesertum,

wie ihr vielleicht schon seht, habe ich meinem Blog ein kleines Make-Over gegeben und bin eigentlich ziemlich zufrieden. Es kann sein, dass ich die nächsten Tage noch das ein oder andere Detail ändere, oder vielleicht sogar noch einmal alles über Bord schmeiße, also schaut ruhig die Tage noch mal vorbei.

Aber wieso eigentlich? Und vor allem, warum jetzt?!

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Ich mochte mein altes Design und vor allem gefiel mir, dass sogut wie kein anderer Blog meinem ähnlich sah, aber nach fast zwei Jahren wollte ich jetzt einfach mal was Neues. Ich würde sagen mein Blog hebt sich rein optisch immer noch von anderen Blogs ab und mir gefällt mal etwas neues zu sehen.

In den letzten Monaten sah es bei mir ja eher etwas mau aus und ich kann nicht garantieren, dass es sich jetzt sofort ändern wird, aber ich hoffe, dass dieser kleine Makeover mich wieder etwas mehr motivieren wird.

Mein Blog hat in letzter Zeit nicht mehr großen Fortschritt gemacht, ich bin irgendwie auf der Stelle getretten oder bin vielleicht sogar rückwärts gelaufen. Vor allem, wenn ich mir die Statistiken anschaue kommt bei mir die Frage auf, ob ich vielleicht gerade dabei bin meine so hart erarbeitete Reichweite zu verlieren. Ich erreiche kaum noch neue Menschen und auch wenn ich meine treuen Follower habe, auf die ich unglaublich stolz bin, will ich wieder mehr erreichen.

Zwar will ich mich nicht zum bloggen zwingen müssen, aber ich will trotzdem wieder etwas mehr Routine in das Ganze bringen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich eigentlich mindestens zwei Mal, eher öfters in der Woche gebloggt habe. Zu dem Ergebnis werde ich jetzt momentan wohl kaum kommen, da mein Leben gerade nicht mehr genug Platz dafür lässt, aber ich werde jetzt einfach mal ein lockeres Versprechen in die Runde werfen, dass ich mindestens einmal die Woche bloggen werde.

Montag um 17 Uhr (deutsche Zeit)

Jeden Montag könnt ihr euch also auf einen Beitrag von mir freuen und hoffentlich sogar über weitere Beiträge aus der Reihe. Ich bin gespannt, wie gut ich mein Vorhaben umsetzen kann, da ich es prinzipiell hasse Beiträge zu plannen, aber ich werde dem Ganzen eine Chance geben!

Jetzt seid ihr kurz gefragt:

  1. Wie findet ihr mein Bloglayout gerade? Fandet ihr das Alte besser, oder soll ich vielleicht einfach noch einen weiteren Versuch starten?! Was findet ihr gut, was nicht so.
  2. Was haltet ihr von meinem Beitrags-Vorhaben? Freut ihr euch wieder regelmäßig von mir zu hören?
  3. Habt ihr Wünsche, was für Beiträge ich demnächst hochlaen soll? Irgendeine Kategorie, die ihr vermisst? Geschichten, Challanges, How to… ?!

Danke, dass ihr immer noch hier seid, ehrlich!

See ya, Saskia xxx

Radelnd auf Rottnest Island

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon viel früher schreiben, aber ich war die letzten Tage ziemlich krank und auch jetzt noch begleiten Taschentücher, Hustensaft und Schmerztabletten mich auf Schritt und Tritt, aber es wird besser.

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Jedenfalls war ich letztes Wochenende auf Rottnest Island (dort war ich überings auch schon krank, aber ich habe über $100 für den Trip hingeblättert, also habe ich all meine Kräfte zusammengesucht und hab getan was getan werden musste) und hatte eine Menge Spaß.

Am Samstagmorgen ging es (nachdem ich mir die erste Tablette eingeschmissen hatte) los nach Freementle, von wo aus uns (Birte und mich) die Fähre sicher nach Rottnest Island gebracht hat. Dort angekommen haben wir schon einmal für den Campingplatz eingecheckt und unsere Fahrräder geholt. Unser Gepäck mit Zelt und allem Drum und Dran wurden direkt zum Campingplatz gebracht, während wir uns mit unseren Rücksäcken auf den Weg gemacht haben, die Insel zu erkunden.

Ich möchte dazu gerne erwähnen, dass ich schon seit EWIGKEITEN (laut Mama seit der Realschule, was dann gut 4 Jahre her sein dürfte) nicht mehr auf einem Fahrrad saß, was daran liegt, dass ich absolut kein Fan davon bin, aber kleiner Spoiler: es war gar nicht so schlimm und ich bin auch nicht hingefallen!

Nachdem wir zwei Mal die falsche Abzweigung genommen hatten, haben wir es dann endlich geschafft auf den richtigen Weg zu kommen und nach dem ersten Hügel haben wir auch schon beim ersten Strand Halt gemacht. Ich werde jetzt einfach mal eine Reihe von Bildern hier einfügen, da im Grunde der Rest des Tages genau so aussah: Wir sind von Hügel zu Hügel, haben immer mal wieder die Aussicht bewundert und uns an den Strand geflätzt und ich habe mich mit Medikamenten vollgepumpt – und ja ich weiß, dass ins eiskalte Meer gehen wahrscheinlich nicht die schlauste Methode ist, eine Erkältung loszuwerden!

 

Gegen fünf Uhr sind wir dann, nachdem wir die ganze Insel umrundet hatten – wir wollten heute eigentlich nur die Hälfte machen und den Rest dann am nächsten Tag sehen, aber nö – im Settlement angekommen, sind etwas verpeilt herumgeirrt und haben dann endlich unser Gepäck und unseren Schlafplatz entdeckt.

Von da aus sind wir zum „Settlement“ und haben in einer der Hotelbars gegessen, während wir von Möwen angegriffen wurden und haben uns dann fix auf den Weg zur anderen Seite der Insel gemacht, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen – auf dem Weg dahin sind wir den unglaublich süßen Geschöpfen Quokkas begegnet, aber dazu „Morgen“ mehr – und wurden auch nicht enttäuscht.

Am Strand sitzend und von Bremsen belagert haben wir einen unglaublich traumhaften Sonnenuntergang bewundert. Da uns die Bremsen jedoch gehörig auf die Nerven gingen sind wir ziemlich schnell ins Zelt gefallen, wo wir noch etwas geredet haben, um dann um neun Uhr in unseren Schlafsäcken zu liegen und zu schlafen.

Wobei schlafen bei mir eher relativ war. Wie schon an der East Coast habe ich nur auf einer Yogamatte geschlafen, was auch ok gewesen wäre, wenn ich auf dem Bauch hätte liegen können, doch sobald ich das tat lief meine Nase ohne entkommen. Das Endergebnis war eine ziemlich schlaflose Nacht, inder ich ungelogen jede halbe Stunde mein Näschen schnäutzen musste, um nicht zu ersticken.

Mehr tot als lebendig bin ich dann am nächsten Morgen aus dem Zelt geklettert. Wir haben unser Lager abgebaut, haben was gefrühstück, mich mit neuen Taschentüchern ausgestattet und haben uns, mit unseren schmerzenden Hintern, auf unsere Fahrräder gewungen und den nächsten Strand gesucht. Da wir am Vortag eignetlich schon die große Tour (über 22km) gemacht hatten, waren wir froh, dass wir uns am erstbesten Strand einfach niederlassen konnten, ohne uns Sorgen über den Rest der Insel zu machen.

Da wir früh unterwegs waren, war unser Fleckchen Strand schön leer (nicht ganz so mystisch, wie unsere einsame Lagune am Vortag, aber immer noch toll). Wir saßen einfach nur rum, haben gelesen, ich bin fast auf eine aggressive tödliche Schlange getreten, sind schwimmen gegangen – ganz normaler Morgen also 😀

Gegen Mittag wurde unser Fleckchen Strand dann doch auch von anderen Menschen entdeckt und wir haben uns wieder Richtung Inland begeben, um ein perfektes Selfie mit einem Quokka zu machen – der eigentliche Grund, warum wir nach Rottnest gefahren, denn diese grinsenden Tierchen gibt es nur auf diesem winzigen Fleck Land.

Mit der Zeit hatten wir den Trick raus, wie wir die Quokkas anlocken konnten und ich sage euch – als jemand der Angst vor allem hat, was auch nur irgendwie nach einem Tier ausschaut – sie sind einfach nur zauberhaft!

Bis zur Abfahrt der Fähre saßen wir dann eigentlich nur noch rum und haben geredet – der Vortag hat uns wirklich geschafft und wir bedenken jetzt bitte, dass ich krank war (bin) und ich die Nacht nicht mehr als 30 Minuten am Stück geschlafen hatte!

Und auch wenn es sich jetzt vielleicht so anhört, als hätte ich bloß gelitten; ich habe das Wochenende auf Rottnest sehr genoßen und ich bin unendlich froh da gewesen zu sein! LOHNT SICH!!!

See ya, Saskia xxx

P.S. Ihr wollt gar nicht wissen, wie viele Taschentücher ich benutzt habe, alleine beim schreiben dieses Beitrages -.-

Meine Landkarten-Philosophie

Es gibt viele Thoerien über das Sein und wie es dazu kommt, dass wir WIR sind und blabla. man kann es mit Religionen begründen und man kann es mit Hilfe der Wissenschaft recht anschaulich darstellen. Aber seinen wir mal ehrlich, die Wissenschaft drückt sich doch eigentlich nur gekonnt davor das WIESO zu begründen, indem es pausenlos über das WIE redet. Die Religionen hingegen zerbrechen nur den Kopf über das WIESO und irgendwie kommen sie seit Ewigkeiten nur noch auf das grunglegen selbe Ergebnis: Gott, oder wie er sich auch nennen mag, hat es so gewollt. COOL.

Sooo, jetzt habe ich eine nicht allzu schlechte EInleitung, die zwar nur mässig zum eigentlichen Beitrag passt, aber egal. Es wird jetzt nicht um den Zwiespalt von Religion und Wissenschaft gehen, keine Sorge. Viel Mehr möchte ich euch darstellen, was für eine brilliante Idee in meinem Köpfchen herangewachsen ist.

-Perfektioniert habe ich meine Theorie übrigens zusammen mit Pia kurz vor Silvester auf der vierstündigen Fahrt zum Wave Rock hier in Western Australia.-

landkartenphilo

Man stelle sich das Leben an sich als eine Landkarte vor.

Wenn du gerade geboren wurdest ist deine Landkarte noch ziemlich klein. Vermutlich besteht sie zunächst nur aus wenigen Straßen, die auf Grund deiner Reflexe und Instinkte existieren. Mit der Zeit wird deine Landkarte immer größer, vor allem in deinen ersten Lebensjahren.

Hierbei vergrößert sich die Karte aber nicht NACHDEM du etwas erlebt und gelernt hast, sondern WÄHRENDDESSEN. Jedesmal wenn du eine Entscheidung treffen muss, kommst du an eine neue Gabelung und kannst wählen. Manchmal sind da bestimmt ganz viele Straßen die du nehmen kannst, manchmal ist da nur eine richtige Straße und ein kaum sichtbarer Feldweg. Teilweise siehst du den Beginn zweier Straßen und entscheidest dich den anscheinend einfacheren Weg zu nehmen, musst aber irgendwann feststellen, dass er vielleicht doch der Schwerere war, oder er ist unglaublich lang.

Manchmal drehst du wieder um und nimmst doch eine andere Abzweigung. Manchmal kommst du zum stehen und weißt nicht weiter. Du siehst nur noch grüne Wiesen, aber kein Ende. Bestimmt ignorierst du auch teilweise die Schilder, um verlässt doch den Weg, um die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen, oder einfach, um ein Abenteuer zu erleben.

Manche Straßen gehst du ganz alleine und auf manchen Wegen wirst du begleitet; hoffentlich von Menschen, die dich lieben, aber sicher auch teilweise von Menschen, die nicht dein bestes wollen. Die vor dir herlaufen und Steine auf den Weg werfen. Vielleicht kommt sogar irgendwann eine Person mit einer Dampfwalze auf dich zugerast und macht dich platt, sodass du wie eine Briefmarke am Boden liegst. Aber du schnappst dir einen Spachtel und scharbst dich vom Boden los, bis du wieder auf den Beinen stehst.

Wenn du dich verlaufen hast, taucht plötzlich ein neuer Weg vor dir auf, denn du vorher noch nicht entdeckt hattest.

Du hast die Wahl zwischen einer Autobahn, wo das Leben nur so an dir vorbeizieht, du aber eigentlich nichts siehst vom Leben, und der Landstraße mit vielen Abzweigungen, Hügeln und Wäldern, aber auch Spielplätzen und wunderschönen Aussichten.

Manche Straßen bleiben dicht beieinander und bilden ein Dorf oder eine Stadt, manche Wege führen aus der vertrauten Stadt heraus und suchen nach einem neuen „Projekt“. Viele Strecken können sich auch ähneln und manchmal läuft du einfach dieselbe Straße auf und ab.

Ich glaube ihr habt verstanden worauf ich hinaus will, oder?

Logischweise finde ich persönlich diese Vorstellung ziemlich schön und irgendwie auch schlüssig.

Ich selbst bin in den letzten paar Monaten auf vielen verschiedenen Weg unterwegs gewesen. Erst war ich gefangen auf einer langen Straße mit Dornenbüschen am Rand, die ganze Zeit begleitet von der Hoffnung, dass sich die Dornen endlich in Rosen verwandeln. Dann, als ich eingesehen habe, dass es dazu nicht kommen wird, habe ich endlich gesehen, dass es auch noch andere Weg gibt.

Der Highway, der mich auf direktem Weg nach Hause gebracht hätte wurde von mir gar nicht erste in Betracht gezogen, aber ich habe mich dazu entschieden dem Dornenpfad zu entfliehen, indem ich dem kaum einsehbaren Weg folge. Dieser Weg hat mich durch Berge mit atemberaubender Aussicht, aber auch sehr steiler Abhänge geführt. Ich bin vielem begegnet und ich habe die ein oder andere Straße genommen, die ich vor einem halben Jahr noch links liegen gelassen hätte.

Irgendwann kam der Moment, wo ich wieder auf einer sicheren Landstraße gelandet bin. Die Umgebung wurde mir immer vertrauter, aber ich habe es mir nicht nehmen lassen auch mal ein paar kleine „Umwege“ über die nahegelegten Schleichwege zu machen.


Sooooo, wer erraten kann, welcher der Straßen von mir für welche Zeit hier in Australien steht, bekommt 100 Gummipunkte von mir! 😀

UND was haltet ihr von meiner Philosophie?!! Gut, gell?!

Falls ihr mögt, würde ich mich sehr darüber freuen zu erfahren, wie eure Straßen im Moment so ausschauen, bzw. welche Straßen schon alles in eurem Leben vorkamen?!

See ya, Saskia xxx

Rezension: Marthas Widerstand

Schon jemals per Telefon oder Online für irgendwas gevotet? Ja?! Aber würdest du auch voten, wenn es um die Todesstrafe geht?

cover108999-medium.pngTitel: Marthas Widerstand

Autor: Kerry Drewery

Verlag: Bastei Lübbe

Format: eBook

Besonderes 1: Auftakt einer Reihe

Besonderes 2: Reziex von NetGalley, DANKE!!

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In Marthas Welt gibt es ein ziemlich inovatives Gerechtigkeitssystem, was soviel heißt wie: „Weg mit dem Gericht und her mit dem Telefonvoting!“ – Ähm, bitte was?!

Vor einigen Jahren wurde beschlossen, dass Gerichte zu viele Fehler machen, wie, dass Mörder durch einen Formfehler wieder freigelassen werden. Heute werden die beschuldigten ohne Anhörung und Beweisen über sieben Tage in sieben verschiedene Zellen gesteckt, während das Volk abstimmen kann, ob die Person schuldig (und somit die Todesstrafe am siebten Tag erhält) oder unschuldig ist.

Genau diesem Verfahren ist Martha jetzt am eigenen Leib ausgesetzt. Sie ist die erste Jugendliche, die in der Todeszelle sitzt, aber die Leute haben kein Mitleid, immerhin sagt sie selbst, sie ist schuldig und hat den beliebten Jackson Paige ungebracht.

Aber hat sie das wirklich? Und kann es sich bei dem Ganzes überhaupt um Gerechtigkeit handeln, wenn nur die Reichen das Geld für das Voting haben und sogar so oft anrufen können, wie sie wollen, während die Leute aus den Kratzern kaum genug Geld zum Überleben haben?! Kann es sein, dass hinter Marthas angeblich ausgeübten Mord viel mehr steckt?

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Puh, jetzt nach dem Lesen muss ich erstmal kurz aufatmen und dafür beten, dass unsere Gesellschaft NIE NIE NIE so verkorkst und krank wird.

Fangen wir aber erstmal mit dem Buch an sich an.

Martha ist ein starker Charakter, die selbst nicht weiß, WIE stark sie eigentlich ist. Sie ist bereit sich für das größere Wohl zu opfern. Sie kämpft gegen das jetztige Gerechtigkeitssystem „Auge um Auge“, indem sie diesem selbst zum Opfer fällt, aber sie hat einen Plan und sie ist nicht alleine. Diese Tatsache macht sie durchaus sehr sympatisch und ich bewundere ihren Mut, denn ich glaube nicht, dass ich genug Mumm hätte, für eine so wackelige Sache zu sterben.

Eve ist hingegen schon viel eher ein Charakter, der mir ähnlich kommt. Sie übt einen stillen Widerstand aus, indem sie als psychologische Betreuerin im Todestrakt arbeit. Sie hat ein gutes Herz und ist mit ihren emotionalen „Ausbrüchen“ sehr realistisch dargestellt.

Isaac ist ein wirklich guter Kerl und ich mag ihn wirklich gerne, aber ich muss gestehen, dafür, dass ich eigentlich die männlichen Charaktere in einer Buch mehr feier als die Weiblichen, hat er mich in diesem Buch nicht so sehr berührt, wie ich erwartet hatte. Irgendwie spielt er zwar eine wichtige Rolle und wird auch sehr positiv und gut dargestellt, aber mir als Leser fehlt etwas die emotionale Bindung zu ihm.

Die Moderatoren der Fernsehsendung „Auge um Auge“ haben die höhere Gesellschaft gut widergespiegelt, wobei ich vor allem interessant fand, dass Joshua immer mal wieder durchblicken lies, dass er das Ganze doch nicht ganz so fair findet und vor allem, dass er auch ein Herz hat, auch wenn er dies eher zwischen den Zeilen gezeigt hat.

Der Schreibstil war zugegeben vor allem am Anfang etwas Gewöhnungsbedürftig. Es sind oft kurze Sätze, was das genaue Gegenteil von dem ist, was ich selbst anwende, aber ich habe auch schon deutlich schlimmeres gesehen.

Als mir gegen Ende klar wurde, dass es wahrscheinlich eine Fortsetzung gibt habe ich ehrlich aufgestöhnt. Versteht mich nicht falsch, ich finde das Buch durchaus gelungen, und prinzipiell habe ich auch nichts gegen Fortsetzungen, aber ich finde es etwas nervig, dass jede Dystopie immer gleich eine Trilogie sein muss… ich  weiß demnach noch nicht, ob ich die Forsetzung lesen werden oder nicht.

Dieses Buch hat Tiefe und ist gewiss kein Buch für „mal eben zwischendurch“. Es regt unweigerlich zum Nachdenken an, denn wie unwahrscheinlich ist es wirklich, dass unsere Gesellschaft mal so krass abdriftet und alles verdreht? Wir reden ja immer so schön flott von der Demokratie, aber sollte das Volk wirklich die Macht darüber haben (ohne Beweise und Gerichtsverfahren) Menschen zu Tode zu verurteilen? Und das auch noch mit einem Votingsystem, wo ganz klar die Reichen die Oberhand haben?

Die Antwort ist NEIN, meine Lieben, NEIN, das Volk, DIE REICHEN, sollten, NIE NIE NIE diese Macht besitzen. Und die hier sehr raikale Stumpfheit der höheren Gesellschaft ist schockierend und angsteinflössend.

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Was haltet ihr von diesem „Auge um Auge“-Telefonvoting-Gerechtigkeits-System?!

See you, Saskia xxx

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