mein Bruder in Ghana

Hey!

Es ist schon fast 8 Monate her, als mein Bruder ins FLugzeug gestiegen ist, um mich ein Jahr hier ganz alleine zurück zu lassen. Wenn jemand von euch ältere Geschwister hat, die auch schon einmal für ein Jahr im Ausland waren verstehen vielleicht, wie seltsam es ist, wenn man seinen Bruder/ seine Schwester nicht mehr dauernd um sich hat.
Vor allem am Anfang habe ich gar nicht realisiert, dass er jetzt tausende Kilometer von mir entfernt in Afrika hockt. Jeden Tag habe ich irgendwie fest damit gerechnet, dass er gleich in der Tür steht und irgendetwas nerviges von sich gibt, aber so war es nicht. Mit der Zeit wurde es immer selbstverständlicher, dass er nicht da ist, aber ich habe auch immer noch Momente, wo ich mir wünsche, dass er da ist, weil ich ihm etwas erzählen oder zeigen will.
Natürlich besitzt er auch da unten ein Handy und hat Intenet, welches zumindest für WhatsApp ausreicht, aber seinen wir mal ehrlich: das ist nicht das gleiche. Vor allem wenn es um Schule, Klausuren und Noten geht, haben wir uns immer verglichen (was reichlich dumm für mein Selbstbewusstsein war, da er ein Einserschüler war) oder er hat sich mein Kaudawelsch angeschaut.
Aber auch sonst war er irgendwie immer da, um den Streit zwischen mir und meiner Mutter zu schlichten oder um mein schlechtes Gewissen anzusprechen, wenn ich mal nicht das getan habe, was ich tun sollte.
Die Tatsache, dass es ihm vor allem die ersten Monate richtig scheiße dadrüben ging, hat die ganze Sache für mich (und auch meine Mama) nicht gerde einfacher gemacht. Er war dauerhaft Krank, hatte Malaria und kam ganz allgemein mit der Situation dort nicht zurecht. Zwischendurch hat er dann auch ernsthaft darüber nachgedacht nach Hause zu fliegen, doch dann bekam er die Möglichkeit das Projekt für zwei Monate zu wechseln. Jetzt ist er wieder in dem alten Projekt, hat aber andere Aufgaben und endlich macht ihn der ganze Aufenthalt auch spaß.
Ich komme soweit auch ganz gut klar mit der Situation, weil dieses „Aus den Augen; aus dem Sinn“ einfach total toll bei mir funktioniert, aber wenn ich bewusst über ihn nachdenke, fehlt er mir schon ziemlich doll.
Wo er mir wirklich gefehlt hat, war an meinem 18. Geburtstag, weil das einfach ein „Erlebnis“ was am liebsten mit allem wichtigen Menschen teilen möchte und immerhin war er bei all meinen 17 Geburtstagen davor dabei.
Über Ostern hatte ich die Möglichkeit mit meiner Mutter und meiner Oma zu ihn zu fliegen, doch ich habe mich dagegen entschieden. Ich weiß nicht, ob ihr meine Grunde nachvollziehen könnt, aber es gab auf jeden Fall welche:
Zum einen ist es als Vegetarier total schwer dort irgendwas vernümftiges zu Essen zu bekommen, zum anderen sind diese ganzen Tiere und so gar nicht meine Welt. Der großte Grund ist aber, dass es mir wesentlich schwerer gefallen wäre meinen Bruder dort zurückzulassen, als es mir damals gefallen ist als er geflogen ist.
Und letztendlich haben meine Mutter und auch meine Oma beide gesagt, dass es für mich die richtige Entscheidung war, weil ich einfach nicht so gut mit den Lebensumständen klar gekommen wäre (Dazu muss ich sagen: Ich bin keinesfalls eine verwöhnte Göre, die bekommt was sie will und von allem zu viel hat und sich nicht traut die Finger schmutzig zu machen).

Falls ihr selbst schon Erfahrung mit einem Auslandsjahr gemacht habt (selber weg ward/ seid oder Geschwister/ Freunde habt, die im Ausland waren/ sind) oder noch mehr über meine Erfahrungen mit dem Auslandsjahr von meinem Bruder wissen wollt schreibt mir doch einfach. Würde mich wirklich brennend interessieren, wie andere so ein Jahr erleben und wie sie sich dabei fühlen.

See you, Saskia xxx

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Harry Potter

Hallo!

Ich hab gerade überlegt, worüber ich denn mal schreiben könnte und dachte mir: wieso nicht über ein Thema, was in den letzten Wochen gefühlt mein Leben beeinflusst hat (vielleicht ein bisschen übertrieben gerade dargestellt). Aber ich habe irgendwann im Januar angefangen die Harry Potter Bücher zu lesen oder besser gesagt zu verschlingen.

Eigentlich war ich nie ein großer Fan von Harry Potter. Ich habe zwar fast alle Filme gesehen, aber eher einfach weil es lief, als weil ich so begeistert davon war.

Irgendwann im Januar liefen auf jeden Fall die Filme im Fernsehen und da mein Bruder alle Bücher zuhause hat, dachte ich mir „Wieso nicht?“. Also schnappte ich mir das erste Buch und war hell auf begeistert! Wenn ich mich nicht irre habe ich an einem Wochenende die ersten beiden Bücher gelesen (dazu muss ich sagen, dass ich zwar echt gerne lese aber nicht die schnellste darin bin).

In den folgenden Wochen hatte ich ein Praktikum, weshalb ich da nicht ganz so viel gelesen habe, weil ich einfach k.o. war, sobald ich die Türschwelle zu meinem Zuhause übertreten habe.

Und auch danach wo die Schule weiter ging konnte ich nicht sooo viel lesen, da Klausuren und vorallem eine Facharbeit in Englisch mir in die Quere kamen und ich schweren Herzens entschied den sechsten Teil warten zu lassen, damit die Schule nicht zu sehr leidet (Hat sich gelohnt, da die Facharbeit eine 1 geworden ist :D).

Dann kamen die Osterferien und somit auch die Erlösung: Ich konnte die letzten beiden Bücher lesen! Denn letzten Teil, der wohlbemerkt um die 800 Seiten hat, habe ich dann in zwei Tagen gelesen, wo ich wirklich von morgens bis abends im Bett lag und gelesen habe.

Das Harry Potter Highlight folgte aber noch: an dem Wochenende darauf kam eine Freundin zu mir und wir haben einen Harry Potter Marathon gemacht (alle acht Filme hintereinander weg geguckt). Um 12 Uhr Mittags haben wir angefangen und waren um 6Uhr morgens Früh feritg, wo wir den Sonnenaufgang noch miterlebt haben. Wir sind tatsächlich nicht eingeschlafen oder haben Pause gemacht (was womöglich daran liegt, dass wir die ganze Zeit über den Film (im Vergleich zum Buch) diskutiert haben und so lange unterschiedlicher Meinung waren, bis wir die Stellen nachgelsen haben.)

Aber bei einer Sache waren wir uns einig: Die Filme für sich sind echt gut und die Bücher für sich sind einfach genial, aber wenn man die Filme mit den Bücher vergleicht, fällt einem auf, wie viel bei den Filmen geändert, gekürzt und ganz weggelassen wurde.

J.K. Rowlings hat ein richtiges talent was schreiben angeht, aber vor allem auch, was ihre Fantasie angeht. Es ist unglaublich, was für eine Welt sie aufgebaut hat und wie realistisch alles dargestellt ist. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich annehmen, dass Hogwarts wirklich existiert. Ich habe bis zum letzten Wort mitgefiebert. Am erstaunlichsten finde ich es aber, dass sie es wirklich geschafft hat, dass jedes Buch elementar ist; es ist nicht so, dass man sagen könnte, naja, der und der Teil ist eigentlich nur zur Überbrückung da.

Solltet ihr die Harry Potter Bücher noch nicht gelesen haben, sage ich euch: es lohnt sich wirklich! Habt ihr die Bücher doch schon mal gelesen und wahrscheinlich auch schon die Filme gesehen habt, schreibt mir doch einfach, wie ihr die Bücher bzw. die Filme fandet. Vielleicht habt ihr ja eine ganz andere Meinung.

Ich hoffe ihr fandet es halbwegs interessant, was ich geschrieben habe, aber auch wenn nicht, würde ich mich sehr über konstruktive Kritik freuen (natürlich auch über positive Kritik!)

See you, Saskia xxx

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